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Landkreise Altötting und Mühldorf: Weniger Arbeitslose

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Arbeitslosigkeit geht in den Landkreisen Altötting und Mühldorf zurück.

Mühldorf/Altötting - Die Arbeitslosenquote ist in den Landkreisen Altötting und Mühldorf gesunken. Das zeigen die aktuellen Zahlen für den Monat April.

Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Altötting und Mühldorf umfasst, ist erwartungsgemäß gesunken.

Im April waren 6.024 Menschen arbeitslos, das sind 917 Personen (13 Prozent) weniger als im März. Gegenüber dem April 2011 ist die Arbeitslosigkeit um sieben Prozent (436 Personen) zurückgegangen. 2.774 Personen (Vormonat: 3.606) wer- den aktuell von der Agentur für Arbeit betreut, 3.250 (Vormonat: 3.335) Menschen von den Jobcentern.

Die Arbeitslosenquote lag mit 3,4 Prozent um 0,5 Prozentpunkte niedriger als im März; im April 2011 betrug sie noch 3,6 Prozent. „Die Arbeitgeber haben die vor den Wintermonaten entlassenen Arbeitnehmer weitgehend wieder eingestellt. Dies führt zu einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit“, kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, die neuen Arbeitsmarktzahlen.

„Neben der üblichen Frühjahrsbelegung lässt sich feststellen, dass sich die weiterhin gute konjunkturelle Lage nach wie vor positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Auch im April 2012 liegt die Arbeitslosenquote unter dem Wert des Vorjahres“, so die Agenturchefin. Auch über die Wiedereinstellungen der Saisonarbeitslosen hinaus gab es viel Bewegung. Die Zu- und Abgangszahlen des Berichtsmonats verdeutlichen die Dynamik: 1.671 Personen (Vormonat: 1.772) meldeten sich arbeitslos, gleichzeitig konnten 2.591 Personen (Vormonat: 2.730) ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Arbeitslosenquote in allen Bereichen rückläufig

1.614 Frauen und Männer waren im April ein Jahr und länger ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos, dies ist eine Person weniger als im Vormonat. Gegen- über April 2011 ist ein Rückgang von acht Prozent (- 137 Personen) festzustellen. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen beträgt, gemessen an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen, 27 Prozent; drei Viertel der Langzeitarbeitslosen (1.224 Personen) waren bei den Jobcentern gemeldet.

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- Arbeitsmarktreport April

- Daten zum Ausbildungsstellenmarkt

- Statistik zur Unterbeschäftigung

Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, ist spürbar zurückgegangen. 2.080 Ältere waren im April arbeitslos gemeldet, dies entspricht einem Abbau von zehn Prozent im Vergleich zum Vormonat (2307 Personen). Gegenüber April 2011 ist die Arbeitslosigkeit Älterer um 177 Personen (acht Prozent) gesunken. Die Älteren stellen jedoch weiterhin einen hohen Anteil (35 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit.

„Es muss nach wie vor alles daran gesetzt werden, auch ältere Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Hier gilt unser Appell nicht zuletzt den Arbeitgebern“, betont Jutta Müller.

Auch bei der Erwerbslosigkeit Jüngerer ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Im April waren 663 Arbeitnehmer unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, dies sind 19 Prozent (154 Personen) weniger als im März. Im Vergleich zum April 2011 ist die Jugendarbeitslosigkeit um 68 Personen oder neun Prozent gesunken; ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt elf Prozent.

Zahl der offenen Stellen ist gestiegen

Der Bestand an offenen Stellen im Agenturbezirk Pfarrkirchen ist im April um 40 auf insgesamt 1.651 Stellen angewachsen. Dies sind knapp drei Prozent mehr offene Stellen als im März (1.611 Stellen). Im Vergleich zum April 2011 ist der Bestand um 230 Stellen (16 Prozent) gestiegen.

Die Agenturchefin erläutert: „Die Stellenzugänge und der Bestand an offenen Stellen verblieben auch im April auf hohem Niveau, die Auftragslage in den Betrieben ist gut. Im Vergleich zu 2011 ist der Stellenbestand nochmals spürbar gestiegen. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass es in einigen Branchen immer mehr an Fachkräf- ten mangelt, allen voran im verarbeitenden Gewerbe und in der Baubranche.“

Jutta Müller appelliert an die Betriebe, vermehrt alternative Wege zur Mitarbeitergewinnung in Betracht zu ziehen: „Unternehmen sind gut beraten, auch älteren Arbeitnehmern, Personen mit formal geringerer Qualifizierung oder Menschen mit Handicap eine Chance zu geben. Diese Menschen stellen ein Potential dar, dem mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf mehr Aufmerksamkeit zukommen muss.“

Zusätzlich zu den 6.024 registrierten Arbeitslosen umfasst die Unterbeschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen weitere 2.482 Personen. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen insbesondere die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind (wie z. B. in Krankheit oder in vorruhe- standsähnlichen Regelungen) und insoweit den Arbeitsmarkt entlasten.

Damit wird ein vollständigeres Bild über die Zahl von Menschen mit Problemen am Arbeitsmarkt sowie über das Ausmaß fehlender regulärer Beschäftigung gezeichnet. Die Unterbeschäftigung zählt insgesamt 8.506 Personen, dies sind um 1.182 Personen (zwölf Prozent) weniger als im April 2011.

Ausbildungsplätze

Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe im Agenturbezirk Pfarrkirchen ist hoch. Bis zum Stichtag im April 2011 wurden der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen 2.277 Ausbildungsstellen gemeldet, das sind 329 Stellen (17 Prozent) mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Bei den angebotenen Ausbildungsstellen waren regionale Unterschiede festzustellen. In der Region Altötting lag der Schwerpunkt bei den Chemie- und Fertigungsberufen. Im Landkreis Mühldorf wurden überwiegend Ausbildungsstellen aus dem Bereich Büro, Handel sowie industrielle Metall- und Fertigungsberufe angeboten.

Die Zahl der gemeldeten Bewerber um Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. So waren im April 1.873 Bewerber gemeldet, dies sind 22 Personen mehr als im Vorjahr. „Dieses angesichts der demografischen Entwicklung auf den ersten Blick überraschende Ergebnis ist darauf zurückzuführen, dass es uns gelungen ist, einen größeren Anteil der Schulabgänger für unser Dienstleistungsangebot zu interessieren. Dadurch stehen uns in diesem Jahr mehr Bewerber für eine Vermittlung in Ausbildung zur Verfügung“, so Jutta Müller.

Die Schwerpunkte der Nachfrage waren wie in den vergangenen Jahren die Büro- und Verwaltungsberufe und die Berufe im Bereich Handel. Die Agenturchefin kommentiert zum Ausbildungsmarkt: „Die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist sehr erfreulich. Es zeichnet sich jedoch bereits jetzt ab, dass nicht alle Ausbildungsstellen mit den Ausbildungssuchenden besetzt werden können. Ich appelliere daher an alle Betriebe, auch schwächeren oder weniger geeignet erscheinenden Bewerbern eine Chance zu geben."

Müller erklärt hierzu: "Gerade junge Menschen entwickeln sich oft überraschend positiv, wenn man auf sie setzt. In Anbetracht der demografischen Entwicklung sind Betriebe gut beraten, sich auch diesen Jugendlichen öffnen. Speziell bei schwächeren Auszubildenden kann auch die Agentur für Arbeit - zum Beispiel mit der Finanzierung eines Stützunterrichts - helfen.“

Arbeitsmarkt im Landkreis Altötting

Im Landkreis Altötting ist die Zahl der Arbeitslosen im April gesunken. 2.042 Menschen waren arbeitslos gemeldet, dies sind 253 Personen (elf Prozent) weniger als im Vormonat. Dieser Rückgang lässt sich in erster Linie damit begründen, dass die Arbeitgeber die in den Wintermonaten entlassenen Arbeitskräfte inzwischen weitgehend wieder eingestellt haben.

Gegenüber dem April 2011 ist die Arbeitslosigkeit um 41 Personen (zwei Prozent) zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,5 Prozent und ist damit um 0,4 Punkte niedriger als im März; im April 2011 lag die Quote bei 3,6 Prozent.

984 Arbeitslose (Vormonat:1.206) waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 1.058 (Vormonat: 1.089) beim Jobcenter. Auch über die Wiedereinstellungen der Saisonarbeitslosen hinaus gab es viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Die Zu- und Abgangszahlen des Berichtsmonats verdeutlichen die Dynamik: 556 Personen (Vormonat: 568) meldeten sich arbeitslos, gleichzeitig konnten 808 (Vormonat: 873) Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

535 Frauen und Männer waren im April länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Dies sind sechs Personen (ein Prozent) mehr als im März und 10 Personen (zwei Prozent) weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen beträgt 26 Prozent, knapp zwei Drittel (348 Personen) werden vom Jobcenter Altötting betreut.

Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, ist gesunken. Im April waren 716 Ältere gemeldet, 67 Personen (neun Prozent) weniger als im März und 30 Personen (vier Prozent) weniger als im April 2011. Die Älteren stellen dennoch weiterhin einen hohen Anteil (36 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit.

Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist deutlich zurückgegangen, sie umfasste im April 228 Personen. Gegenüber dem Monat März sind damit 39 Personen (15 Prozent) weniger junge Menschen unter 25 Jahren auf Arbeitssuche. Das Niveau des Vorjahres ist beinahe wieder erreicht; im April 2011 war lediglich ein Jugendlicher weniger gemeldet. Der Anteil der Jüngeren an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt elf Prozent.

Sinkende Zahl offener Stellen

Der Stellenbestand im Landkreis Altötting ist mit 489 offenen Stellen gegenüber dem Vormonat um drei Stellen geringfügig gesunken. Im Vergleich zum April 2011 sind 51 freie Stellen (zwölf Prozent) mehr im Bestand.

Im April wurden 189 freie Stellen gemeldet, dies sind um 35 Stellen oder 16 Prozent weniger als im März. Im Vergleich zum April 2011 haben sich die Zugänge um 25 Stellen (zwölf Prozent) verringert. Die Stellenangebote wurden überwiegend aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe sowie aus der Dienstleistungsbranche gemeldet.

Die Agenturchefin erläutert zum Stellenmarkt: „Die Stellenzugänge und der Bestand an offenen Stellen verblieben auch im April auf hohem Niveau, die Auftragslage in den Betrieben ist gut. Im Vergleich zu 2011 ist der Stellenbestand nochmals spürbar gestiegen. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass es in einigen Branchen immer mehr an Fachkräften mangelt, allen voran im verarbeitenden Gewerbe und in der Baubranche.“

Entwicklung im Landkreis Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit im April ebenfalls zurückgegangen. Mit 2.027 Arbeitslosen sind gegenüber dem Vormonat 250 Personen (elf Prozent) weniger registriert.

Dieser Rückgang lässt sich in erster Linie damit begründen, dass die Arbeitgeber die in den Wintermonaten entlassenen Arbeitskräfte inzwischen weitgehend wieder eingestellt haben. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 3,5 Prozent (Vormonat: 3,9 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 308 Personen (13 Prozent) zu verzeichnen, damals betrug die Arbeitslosenquote noch 4,0 Prozent.

Der Kundenkreis der Agentur für Arbeit zählt 821 Personen (Vormonat: 1.075), das Jobcenter Mühldorf betreut 1.206 arbeitslose Menschen (Vormonat: 1.202). Auch über die Wiedereinstellungen der Saisonarbeitslosen hinaus gab es viel Be- wegung auf dem Arbeitsmarkt. Die Zu- und Abgangszahlen des Berichtsmonats verdeutlichen die Dynamik: 550 Personen (Vormonat: 562) meldeten sich arbeitslos, gleichzeitig konnten 804 Personen (Vormonat: 809) ihre Arbeitslosigkeit beenden.

594 Menschen waren im April länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat sind dies um 20 Personen (drei Prozent) weniger, gegenüber April 2011 ist ein Rückgang um 127 Personen oder 18 Prozent zu verzeichnen. Ihr Anteil an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen beträgt 29 Prozent, der weitaus überwiegende Teil der Langzeitarbeitslosen (511 Personen) wird vom Jobcenter Mühldorf betreut.

Sinkende Arbeitslosenzahlen in allen Altersgruppen

Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, ist im Vergleich zum März um 54 (acht Prozent) gesunken und umfasst nun 668 Personen. Gegenüber April 2011 ist die Erwerbslosigkeit Älterer um 117 Personen (15 Prozent) zurückgegangen. Je- doch stellen die Älteren weiterhin einen hohen Anteil (33 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit.

178 jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren sind derzeit auf Arbeitssuche, Im Vergleich zum Vormonat sind dies 49 Jugendliche (22 Prozent) weniger, gegenüber dem Jahr 2011 ist ein Rückgang von 26 Prozent (64 Personen) zu verzeichnen. Die Jüngeren nehmen damit einen Anteil von neun Prozent an der Gesamtarbeitslosigkeit ein.

Der Stellenbestand im Landkreis Mühldorf ist im April um 13 Stellen (zwei Prozent) auf nun 579 freie Stellen im Bestand angewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr sind 55 Stellen (elf Prozent) mehr im Bestand. Im April wurden in der Geschäftsstelle Mühldorf 226 Stellenzugänge gemeldet. Dies sind 19 Stellen oder acht Prozent weniger als im Vormonat und zehn Stellen (vier Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Die Stellenangebote wurden überwiegend aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe, aus dem Handel und aus der Dienstleistungsbranche gemeldet.

Pressemeldung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen

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