Pischetsrieder wegen Steuerhinterziehung vor Gericht

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Das Bild zeigt den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG, Bernd Pischetsrieder, am 15.01.2008 zu Beginn des VW-Prozesses im Verhandlungssaal im Landgericht Braunschweig. Ab heute muss er sich vor dem Landgericht München II wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung verantworten.

München - Mit der Verlesung der Anklage hat am Montag in München der Prozess wegen Steuerhinterziehung gegen den ehemaligen Auto-Manager Bernd Pischetsrieder begonnen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 63-Jährigen vor, in den Jahren 2000 bis 2003 insgesamt etwa 243.000 Euro Einkommensteuer hinterzogen zu haben. Pischetsrieder, so die Staatsanwaltschaft, habe Schuldzinsen aus Darlehen für diverse Immobilienobjekte in München, Chemnitz und das eigen genutzte Anwesen in Breitbrunn am Chiemsee umgeschichtet und so seine Steuerlast rechtswidrig gemindert.

Pischetsrieder war von 1993 bis 1999 BMW-Chef, musste dort aber nach dem Debakel um die kostspielige Übernahme der britischen Rover Group gehen. Auch bei VW scheiterte der einst als Visionär gefeierte Manager. Er hatte dort 2002 den Chefsessel von Ferdinand Piëch übernommen, dessen Rückendeckung jedoch bald verloren. 2006 schied Pischetsrieder in Wolfsburg aus.

dpa

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