Frau schreibt verzweifelten Facebook-Post

An die Post: "Weil du streikst, verliere ich meinen Job"

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München - Auf der Facebook-Seite der Post schreiben die Kunden wütend und verzweifelt. Annas Hilferuf berührt die Menschen besonders. Wegen des Post-Streiks wird die Frau ihren Job verlieren.

Die Deutsche Post bekommt auf Facebook den Frust, die Gereiztheit und die Wut ihrer Kunden ab. Auch Anna schreibt dort der Post. Sie ist verzweifelt, denn der Post-Streik könnte all ihre Zukunftsträume zerstören. Sie fragt, ob es fair sei, "dass ich meinen Job verliere, weil Sie für mehr Geld streiken?".

Irgendwo in der Verteilerzentrale in Frankfurt liege ein Brief mit ihrem Reisepass und einem Arbeitsvisum. Ohne den Pass könne Anna nicht wieder in die USA einreisen, wo sie arbeitet. "Ich warte jetzt schon seit geraumer Zeit auf diesen Brief, musste sogar schon einen Flug canceln und meine Arbeitsgeber werden verständlicherweise immer ungeduldiger." Ihre Chefs hätten ihr ein Ultimatum gesetzt: Samstag. Dann müsse sie zurück in Amerika sein – oder sie würde aus dem Unternehmen rausfliegen.  

Deutsche Post: "Es ist unmöglich, den Brief zu finden"

Für ihren ehrlichen und verzweifelten Facebook-Post hat Anna tausende Likes bekommen. Der Express fragte bei der Deutschen Post nach, wie sie Anna helfen werde. Gar nicht. Der Pressesprecher antwortete dem Nachrichtenportal: "Wir können nichts machen. Es ist unmöglich, den Brief zu finden.“

Und dann bekommt Anna doch noch Post

Die Post stelle aber trotz Streiks 80 Prozent der Briefe pünktlich zu. Und auch Annas Brief gehört zu den 80 Prozent. Sie sagte dem Express, sie habe ihren lebenswichtigen Brief endlich bekommen. Das ist auch der Grund dafür, weshalb Anna ihren Post inzwischen gelöscht hat.

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Rubriklistenbild: © dpa

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