Bußgelder in Millionenhöhe

Preisabsprachen werden für Bierbrauer teuer

München - Das Bundeskartellamt will im November gegen mehrere deutsche Bierbrauereien die ersten Bußgelder in Millionenhöhe wegen illegaler Preisabsprachen erlassen.

Das berichtet das Magazin "Focus" am Samstag vorab. Die Wettbewerbshüter werfen elf der größten Pils-Brauereien - darunter Bitburger, Krombacher und Veltins - die Bildung eines illegalen Preiskartells vor.

Dem Bericht zufolge rechnen die Kartelljäger insgesamt mit Geldbußen in dreistelliger Millionenhöhe. Die Strafen könnten bis zu zehn Prozent des Umsatzes betragen. Geständige Premium-Hersteller wie Bitburger, Krombacher und Veltins dürfen laut "Focus" mit Rabatten auf die Buße von bis zu 50 Prozent rechnen. Bier-Gigant AB InBev - Hersteller der Marke Beck's - komme wohl ganz an einer Strafe vorbei. Der Konzern hatte als Erster die Absprachen gebeichtet.

Die besten Brauereien Deutschlands

Die besten Brauereien Deutschlands

Teuer dürfte es indes für den ehemaligen Präsidenten des NRW-Brauerbunds, Heinrich Becker, werden. Der Chef von Gaffel Kölsch bestreitet seine Schuld. Aussagen anderer beschuldigter Bier-Manager belasten ihn dem Bericht zufolge jedoch schwer.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser