Qantas: Keine Einigung mit Gewerkschaften

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Die Fluggesellschaft Qantas hat sich bisher noch nicht mit der Gewerkschaft einigen können

Sydney - Drei Wochen nach dem spektakulären Flugstopp bei der australischen Fluggesellschaft Qantas wegen Streitereien mit drei Gewerkschaften war am Montag keine Einigung in Sicht.

Sowohl die Piloten als auch die Gepäckträger gaben wenige Stunden vor Ablauf der Einigungsfrist auf. Jetzt müssen Schlichter beim staatlichen Tribunal “Fair Work Australia“ in Sydney über Bezahlung und Arbeitsbedingungen entscheiden.

Richard Woodward, Sprecher der Pilotengewerkschaft AIPA, warf Qantas vor, die Verhandlungen abgebrochen zu haben. “Qantas hat in den Verhandlungen keinen guten Willen gezeigt“, sagte der Chef der Transportarbeitergewerkschaft TWU, Tony Sheldon. Die Ingenieure setzten ihre Verhandlungen zunächst fort.

Qantas: Zweitälteste Fluggesellschaft der Welt

Qantas: Zweitälteste Fluggesellschaft der Welt

Qantas ist die zweitälteste Fluggesellschaft der Welt. © dpa
Sie wurde 1920 gegründet und gehört mit ihren Töchtern Jetstar und QantasLink zu den größten Airlines der Welt. © dpa
32.500 Mitarbeiter sind bei der Fluggesellschaft beschäftigt
Qantas fliegt 182 Ziele in 44 Ländern an, pro Woche hebt sie 6750-mal ab © dpa
Beförderte Passagiere 2010/11 (30. Juni): 44,5 Millionen © dpa
Gewinn 2010/11: Ein Plus von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 552 Millionen australische Dollar (418 Mio Euro) © dpa
Qantas hat im Oktober die größte Bestellung in der australischen Luftfahrtgeschichte unterzeichnet: Die Airline orderte 110 Maschinen vom Typ Airbus A320 mit einem Listenpreis von zusammen 9,5 Milliarden Dollar. © dpa

“Beide Seiten sind zu dem Schluss gekommen, dass keine Einigung möglich ist und deshalb geht die Angelegenheit jetzt vor die Schiedsrichter“, sagte Qantas-Chef Alan Joyce. Auch die Gewerkschaft der Gepäckhändler sah keine Aussicht auf eine Einigung.

Die Gewerkschaften haben den Flugbetrieb monatelang mit Streiks behindert. Am 29. Oktober unternahm die Fluggesellschaft deshalb den beispiellosen Schritt, den gesamten Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen. Tausende Passagiere in aller Welt strandeten. Die staatliche Schiedsstelle verhängte ein Verbot jeglicher Arbeitskampfmaßnahmen, brachte den Flugbetrieb damit wieder zum Laufen und setzte den Streitparteien eine Frist von drei Wochen, um sich zu einigen. Die Frist läuft an diesem Montag um Mitternacht (14 Uhr MEZ) ab.

dpa

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