Papiertüten und Kartons

Real verzichtet komplett auf Plastiktüten

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Bereits seit April vergangenen Jahres gibt es eine freiwillige Vereinbarung, nach der Unternehmen Plastiktüten ihren Kunden nicht mehr umsonst mitgeben sollen. Foto: Patrick Pleul

Berlin/Mönchengladbach (dpa) - Die Supermarktkette Real gibt ihren Kunden von diesem Januar an keine klassischen Plastiktüten mehr aus.

Gratis seien die Tragetaschen aus Kunststoff in den 285 deutschen Märkten schon seit zehn Jahren nicht mehr zu haben, teilte das Unternehmen mit. Nun hätten Kunden an der Kasse nur noch die Wahl zwischen Baumwolltragetaschen, Papiertüten, Kartons und Permanent-Tragetaschen aus bis zu 85 Prozent Recycling-Material. Gehen diese mal kaputt, werden sie ersetzt. Thermo-Taschen für tiefgekühlte Produkte gibt es weiterhin.

Auch der Lebensmittelhändler Rewe gibt in seinen rund 3000 Märkten in Deutschland keine Plastiktüten mehr aus. Zudem verzichten nach Angaben des Einzelhandelsverbandes Deutschland (HDE) Hunderte Textilhändler, Buchläden und Apotheken auf die Tragetaschen, die meist im Müll landen. Bei Real werden den Januar über noch Rest-Tüten verkauft.

Bereits seit April vergangenen Jahres gibt es eine freiwillige Vereinbarung, nach der Unternehmen Plastiktüten ihren Kunden nicht mehr umsonst mitgeben sollen. Umweltschützer kritisieren, das sei ein Ausweichmanöver, mit dem der Gesetzgeber sich vor einem Verbot drücke.

Freiwillige Vereinbarung

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