Arbeitslosenquote im November unter drei Prozent

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Rosenheim - Die Agentur für Arbeit kann auch im November gute Zahlen verkünden. Das Schöne Wetter spielt dabei eine wesentliche Rolle:

 „Ich freue mich, dass ich für den Monat November erneut gute Zahlen verkünden kann. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,9 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vormonat und Vorjahr, sie bleibt aber unter der Drei-Prozent-Marke. Das Beschäftigungsniveau ist nach wie vor hoch, obwohl sich die Stimmung in der Wirtschaft leicht einzutrüben beginnt,“ so Harald Neubauer, Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim. Neubauer weiter: „Das Wetter spielte mit und wir hatten von Mitte Oktober bis Mitte November (statistischer Berichtszeitraum) so gut wie keinen Nachtfrost und auch der Schnee blieb aus.

So konnte in allen witterungsabhängigen Berufen, wie dem gesamten Baugewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau, sowie in der Forstwirtschaft bis dato weiter gearbeitet werden. Die typische Winterarbeitslosigkeit hat also noch nicht eingesetzt. Lediglich das Hotel- und Gaststättengewerbe, einschließlich der Kurheime und Sanatorien hat das Personal zum Teil entlassen. In der Regel werden die Häuser für drei oder vier Wochen komplett geschlossen.“ Niedrige Arbeitslosenzahlen – zur Monatsmitte waren 7 840 Menschen ohne Job – bedeuten aber nicht „Stillstand“ in den Agenturen für Arbeit, beziehungsweise den Jobcentern in der Region. Im Gegenteil, viele haben sich arbeitsuchend gemeldet, obwohl sie noch in Beschäftigung sind. Sie kommen damit der gesetzlich vorgeschriebenen, rechtzeitigen Arbeitslosmeldung nach. Betroffen sind nicht nur die Arbeitnehmer, denen mit Einhaltung der Kündigungsfrist gekündigt wurde, sondern auch diejenigen, die in einer befristeten Beschäftigung sind und deren Zahl nimmt zu.

Vom 15. Oktober bis 14. November haben sich 2 515 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet, genauer gesagt, bei 2 515 Personen ist die Arbeitslosigkeit in diesem Zeitraum eingetreten. Das sind „nur“ 165 mehr als im Vormonat, aber 240 weniger als im November des letzten Jahres. 1 455 sind vor ihrer Meldung einer Erwerbstätigkeit nachgegangen. Gleichzeitig haben sich 2 050 Männer und Frauen wieder aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet. Neubauer dazu: „Bei den Abmeldungen in Erwerbstätigkeit, also bei den Personen, die eine Arbeit aufnehmen, ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen (minus 743 im Vergleich zum Vormonat und minus 625 im Vergleich zum Vorjahr). Die Gründe dafür sind vielschichtig: Einerseits liegen uns Stellenmeldungen von der Metall- und Elektrobranche, vom Handwerk und dem Gesundheitswesen vor. Hier herrscht mittlerweile ein deutlicher Fachkräftemangel, den wir aus dem Potential der Arbeitslosen kaum befriedigen können. Andererseits fehlt es an Arbeitsangeboten für Ältere, Geringqualifizierte, sowie an Teilzeitstellen.

Die Folge ist, dass die Schere zwischen Angebot und Nachfrage immer weiter auseinander geht.“ Insbesondere bei der Altersgruppe der über 50-jährigen ist der Anteil an allen Arbeitslosen nach wie vor relativ hoch: 38 Prozent aller Arbeitslosen fallen in diese Altersgruppe, von denen 1 650 von der Agentur für Arbeit (im Rahmen des SGB III) betreut werden. 1 340 fallen in die Zuständigkeit der Jobcenter (SGB II-Kunden), die aufgrund der relativ langen Arbeitslosigkeit von einem Jahr und mehr zusätzliche Vermittlungshemmnisse mit sich bringen. Die Lage der Schwerbehinderten, erscheint zunächst – gemessen an der Absolutzahl von circa 700 Arbeitslosen – nicht so problematisch, gleichwohl wird die Agentur für Arbeit aber Anfang Dezember die Probleme, die die Betroffenen bei der Arbeitssuche haben, aber auch die Hilfen näher in den Fokus rücken. Der Agenturleiter: „Wir wollen damit Ängste und Vorbehalte abbauen, damit Arbeitgeber dem Personenkreis der Schwerbehinderten eine Chance geben.“

Die neuesten vorliegenden Zahlen zur Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Agenturbezirk Rosenheim bestätigen die insgesamt doch sehr günstige Lage auf dem Arbeitsmarkt. Ende März 2012 gab es 162 300 Arbeitnehmer, für die Beiträge in das Sozialversicherungssystem einbezahlt wurden, das ist ein Plus gegenüber März des Vorjahres von über 5 000. Insbesondere im Landkreis Rosenheim konnte Beschäftigung aufgebaut werden.

Ein Blick auf die Stellensituation: Am 14. November lagen der Agentur für Arbeit insgesamt 2 740 Stellenangebote, 50 weniger als im Vormonat. Die meisten, nämlich 2 610 sind sozialversicherungspflichtig. In diesem Monat haben die Vermittlungsfachkräfte des Arbeitgeber-Service 1 000 neue Stellen entgegen genommen, 100 mehr wie im Oktober. Die Palette ist sehr breit gefächert. In vielen Bereichen sind Zusatzqualifikationen gefordert, wie zum Beispiel CNC-Kenntnisse für die Metallbranche, oder Sprachkenntnisse für freie Stellen als LKW- beziehungsweise Busfahrer, oder ein gültiger Führerschein für zu besetzende Arbeitsplätze bei Autohäusern und Kfz-Werkstätten. Im Gesundheitswesen und in der Altenpflege fehlen generell Fachkräfte. Mit gezielter Weiterbildung und verschiedenen Sonderprogrammen versucht die Agentur für Arbeit gegenzusteuern.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1 446 Betroffenen gegenüber dem Vormonat in etwa gleich geblieben (minus 2). Die Arbeitslosenquote hat sich demzufolge nicht verändert und ist weiterhin bei 4,5 Prozent. Von den betroffenen Personen werden derzeit 553 (sechs mehr als im Oktober) im SGB III – Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II – Bereich ist mit 893 gegenüber dem Vormonat um acht gesunken.

Im Landkreis Rosenheim ist die Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent auf 2,7 Prozent gestiegen. Hier sind mit 3 429 erwerbslosen Personen 200 mehr gemeldet als im Oktober. Von den Beschäftigungslosen werden 1 952 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim (SGB III) betreut, 207 mehr als im Oktober. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1 477 Frauen und Männer zuständig, sieben weniger als im Vormonat.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1 620 gemeldeten Arbeitslosen eine Zunahme (plus 90) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote hat sich hier auf 2,6 Prozent erhöht (Vormonat 2,4 Prozent). Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 913 Erwerbslose, 86 mehr als im Vormonat. Das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 707 SGB II – Kunden (plus vier gegenüber dem Vormonat).

Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 2,7 Prozent (plus 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat). Hier sind derzeit 1 340 Personen erwerbslos gemeldet, 176 mehr als im Vormonat. 863 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 162 mehr als im Oktober. Die optierende Kommune verzeichnet bei der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ein Plus von 14 Betroffenen, aktuell sind 477 SGB II – Kunden als arbeitslos gemeldet.

Erfreuliche Zahlen auch aus Traunstein:

Die Arbeitsagentur Traunstein kann sich auch über hervorragende Quoten freuen. Der Agenturbezirk belegt mit der Gesamtquote Platz 11 in ganz Deutschland. Noch besser sieht es bei den jungen Menschen bis 25 Jahren aus: Im bundesweiten Vergleich liegt der Agenturbezirk Traunstein sogar auf dem achten Platz.

Pressemitteilungen Agentur für Arbeit Rosenheim/Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser