Senf für "Schaufenster Bayern" in Berlin

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Von Rosenheim über Kirchweidach nach Berlin (von links): Ralf Heuer, Küchenchef der "Bayerischen Botschaft", Anna-Maria und Gerhard Garnreiter sowie der Altöttinger Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer mit Baumann-Senfgläsern.

Rosenheim/Kirchweidach/Berlin – Die 1958 von Maria Baumann in Rosenheim gegründete Baumann-Senfmanufaktur beliefert seit Oktober die Vertretung des Freistaates Bayern in der Bundeshauptstadt.

Der süße Hausmachersenf des Unternehmens, das nach einem Besitzerwechsel 2006 nach Kirchweidach im Landkreis Altötting umzog, wird mittlerweile auch bis Norddeutschland, nach Österreich, Südtirol und in die Schweiz verkauft. Über einen Online-Shop gehen Bestellungen aus Amerika und Australien ein.

Maria Baumann, ehemals Wirtin in Deutelhausen, stellte ihren "Baumanns original-bayerischen Hausmachersenf" aus einem überlieferten Rezept her und ließ ihn als geschütztes Warenzeichen eintragen. Für die heutige Zeit unvorstellbar, wurde der Senf damals in der Waschküche in der Happinger Kaltenstraße 2 in einer Blechwanne hergestellt. Jahr für Jahr wuchs die Zahl der Abnehmer. Die Entwicklung zum heutigen Unternehmen wurde durch kontinuierliche Steigerungen in der Zusammenarbeit mit Metzgereifachbetrieben, der Gastronomie und dem Lebensmitteleinzelhandel erreicht.

Der jüngste Sohn von Maria Baumann übernahm Mitte der 1980er-Jahre das Unternehmen und gründete die Hans Baumann GmbH. Zur weiteren guten Geschäftsentwicklung trugen die Sortimentserweiterungen bei. Zum klassischen süßen Senf kamen der urbayerische Hausmachersenf mit Meerrettich, ein Schmankerlsenf mit Bier und der Bärlauch-Brotaufstrichsenf hinzu.

Hans Baumann starb 2003 bei einem Verkehrsunfall. Die Geschäfte wurden daraufhin von seiner Witwe Ulrike weitergeführt. Am 1. Januar 2006 übernahm ihr Neffe Gerhard Garnreiter die Senfmanufaktur und verlagerte den Betrieb an seinen Wohnort Kirchweidach.

Baumanns Hausmachersenf wird nach wie vor ohne Bindemittel und ohne künstliche Konservierungsstoffe hergestellt. Eine Marktnische wurde mit dem Ausbau von kreativen und kundenindividuellen Senfabfüllungen besetzt. Führende Hersteller aus dem Getränkebereich und dem Lebensmittelhandel lassen bei Baumann-Senf nach eigener Geschmacksrichtung herstellen.

Auf Anregung des Altöttinger CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer verwöhnt der Küchenchef der Vertretung, Ralf Heuer, seine Gäste nun mit dem Senf der Familie Garnreiter. "Mit dem Senf ist ein weiterer Botschafter aus Südostbayern in Berlin eingezogen", stellte Mayer schmunzelnd fest. Die bayerische Vertretung zählt im Jahr 42000 Besucher aus allen Teilen Bayerns, aber auch Vertreter aus deutscher und internationaler Politik und Wirtschaft - sie ist das "Schaufenster Bayerns" in Berlin - und Baumann gibt den Senf dazu...

re/hh

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