Arbeitslosigkeit sinkt auf 3,3 Prozent

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Rosenheim - Die Agentur für Arbeit hat wieder neue Zahhlen zu verkünden. Obwohl die Arbeitslosenzahl gesunken ist, klagt das Arbeitsamt über zu wenig Arbeitsstellen.

Arbeitslosenquote sinkt auf 3,3 Prozent

„Es hat heuer etwas länger gedauert bis sich der Frühling durchsetzen konnte, aber jetzt ist das schöne Wetter da und es hat unmittelbar Auswirkungen auf die Zahl der Arbeitslosen, denn sie ist um fast 1 000 (minus 965) auf 8 940 gesunken“, so die Rosenheimer Agenturleiterin, Dr. Nicole Cujai. Cujai weiter: „Die Konjunktur ist nach wie vor robust, auch wenn die gesamtwirtschaftliche Lage teilweise von Unsicherheit geprägt ist. Unser Agenturbezirk gehört mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent (Vormonat 3,6 Prozent) weiterhin zu den Regionen mit einem guten und stabilen Arbeitsmarkt.“

Der Arbeitsmarkt war im Berichtszeitraum (13. März bis 11. April) stark in Bewegung. Cujai dazu: „Deutlich wird diese enorme Dynamik, wenn man einerseits auf die neuen oder erneuten Arbeitslosmeldungen schaut und andererseits einen Blick auf die Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit wirft.

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3 530 Personen meldeten sich aus unterschiedlichsten Gründen bei der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern ab, davon über 2 000 in Erwerbstätigkeit. Gerade bei den Außenberufen, wie zum Beispiel im Baugewerbe, bei der Land- und Forstwirtschaft oder im Garten- und Landschaftsbau, wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Ein Großteil der sogenannten „Wiedereinsteller“ wurde vom bisherigen Arbeitgeber zurück gerufen und beendete dadurch seine Arbeitslosigkeit. Auch das Hotel- und Gaststättengewerbe, das insbesondere in den Sommermonaten ein wichtiger Wirtschaftszweig der Region ist, hat das Stammpersonal verstärkt zu den Osterfeiertagen wieder einstellt. Im selben Zeitraum meldeten sich 2 570 Bürgerinnen und Bürger neu oder erneut arbeitslos. Davon haben 1 290 unmittelbar vor ihrer Meldung gearbeitet und Beiträge in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt. Die meisten haben sich dadurch einen Anspruch auf das Arbeitslosengeld I.

„Auf der Angebotsseite läuft es nicht so rund wie im vergangenen Jahr. Die Betriebe sind derzeit mit der Meldung freier Arbeitsstellen eher zurückhaltend. Nur 840 Jobs wurden von Mitte März bis Mitte April unserem Arbeitgeber-Service zur Vermittlung gemeldet. Am statistischen Zähltag (11.04.2013) waren im gesamten Agenturbezirk (kreisfreie Stadt Rosenheim, Landkreise Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen) 2 620 Arbeitsangebote, davon 2 460 sozialversicherungspflichtige, im Fachverfahren der Agentur für Arbeit gespeichert, viele davon sind auch in der Jobbörse unter www.arbeitsagentur.de veröffentlicht. Insbesondere das Gesundheits- und Sozialwesen, der Handel, die Gastronomie, das verarbeitende Gewerbe und die Bauwirtschaft haben Personalbedarf. Auch die Zeitarbeitsfirmen suchen weiterhin Arbeitskräfte mit unterschiedlicher Qualifikation. „Nachdem in mehreren Branchen ein Engpass bereits ab Facharbeiterebene besteht, möchte ich den Personalverantwortlichen auch die „älteren“ Bewerber ans Herz legen. Sie verfügen häufig über eine große Fachkompetenz mit viel Erfahrung und sie sind körperlich fit. Außerdem ist eine gesunde Mischung zwischen „jung“ und „alt“ für das Betriebsklima sehr positiv“, so die Agenturleiterin an die Firmen gewandt.

Es gibt noch viele offene Ausbildungsstellen!

Seit Oktober letzten Jahres haben sich fast 2 800 Jungs und Mädchen für eine betriebliche Ausbildung vormerken lassen, 35 mehr als im letzten Jahr um diese Zeit. Aktuell suchen noch 1 310 Jugendliche für den Herbst eine Lehrstelle. Auf der Stellenseite sieht es wie folgt aus: 3 140 Ausbildungsstellen wurden uns von Industrie- und Handwerksbetrieben, Verwaltungen und den so genannten freien Berufen wie Ärzten, Rechtsanwälten, Steuerberatern etc. gemeldet, 1 500 davon sind noch zu besetzen. Cujai dazu. „Die Chancen, eine betriebliche Ausbildungsstelle zu bekommen, sind auch in diesem Jahr sehr gut. Die Palette der angebotenen Berufe reicht wirklich von A-Z.

Ich möchte beispielhaft nur ein paar heraus greifen (es gilt jeweils auch die weibliche Form): Industriemechaniker, Kfz-Mechatroniker, Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik, Koch, Kaufmann im Einzelhandel, aber auch Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Hotelfachmann, medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte, und.. und.. und. Ich möchte daher alle Jugendlichen - auch ältere, die bis dato nach der Schulzeit nur gejobbt haben - ermuntern: Nutzt die gute Lage und beginnt mit einer betrieblichen Ausbildung, sie ist immer ein guter Grundstock für alle weiteren beruflichen und/oder schulischen Schritte, bis hin zum Studium. Wer noch keine Stelle hat, sollte so schnell als möglich einen Termin mit dem Berufsberater oder der Berufsberaterin unter der Telefonnummer 0180 1 555111* vereinbaren.“

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1 663 Betroffenen gegenüber dem Vormonat um 83 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote ist auf 5,1 Prozent gesunken. Von den betroffenen Personen werden derzeit 697 (minus 85) im SGB III – Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II – Bereich ist mit 966 gegenüber dem Vormonat leicht um zwei angestiegen.

Der Landkreis Rosenheim weist im April mit 2,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote auf. Hier sind mit 3 695 erwerbslosen Personen 511 weniger gemeldet als im März. Von den Beschäftigungslosen werden 2 233 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim (SGB III) betreut, 476 weniger als im Februar. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1 462 arbeitslose Frauen und Männer zuständig, 35 weniger als im Vormonat.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 2 036 gemeldeten Arbeitslosen eine Abnahme (minus 205) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote ist hier auf 3,2 Prozent zurück gegangen. Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 1 192 Erwerbslose, 220 weniger als im Vormonat. Das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 844 SGB II – Kunden (plus 15 gegenüber dem Vormonat).

Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 3,2 Prozent (Vormonat 3,5 Prozent). Hier sind derzeit 1 548 Personen erwerbslos gemeldet, 165 weniger als im Vormonat. 1 011 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 166 weniger als im März. Das Jobcenter Miesbach betreut in etwa so viele SGB II-Kunden wie im Vormonat, 537 zählen im statistischen Sinne als arbeitslos.

Allgemeine Hinweise: Ab Berichtsmonat Mai 2012 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert. Seit Berichtsmonat März 2011 ist die statistische Berichterstattung zu Arbeitslosigkeit und Arbeitsuche auf eine integrierte Datenbasis umgestellt. Die Daten aus VerBIS und XSozial werden in den Statistik-IT-Verfahren nun so zusammengeführt, dass ein zutreffender Verlauf der einzelnen Arbeitslosigkeitsperioden zugrundegelegt wird – auch dann, wenn Arbeitslose in einen anderen Trägerbezirk wechseln. Insbesondere können durch das neue Verfahren Doppelerfassungen von Arbeitslosen vermieden werden

Pressemeldung Agentur für Arbeit Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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