Agentur für Arbeit Rosenheim

Arbeitslosigkeit bleibt im Februar konstant

Rosenheim/Landkreis - Auch die milde Witterung beeinflusst die saisonale Winterarbeitslosigkeit nicht positiv. Die Arbeitslosenquote im Rosenheimer Agenturbezirk liegt wie im Januar bei 3,7 Prozent.

„Trotz der milden Witterung hält die saisonale Winterarbeitslosigkeit weiter an. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat erneut angestiegen, allerdings nur sehr gering ((plus 90) auf nun 10 290. Die Zugänge in die Arbeitslosigkeit, sprich die neuen oder erneuten Arbeitslosmeldungen liegen mit 2 740 deutlich unter den Januarzahlen (minus 1 205), ein Abbau der Arbeitslosigkeit erfolgte aber nicht, da die Zahl der Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit mit 2 630 hinter den Zugängen zurück blieb,“ so Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Agentur für Arbeit Rosenheim.

Cujai weiter: „Auf Grund des guten Wetters hatten wir erwartet, dass der Bausektor schon wieder Beschäftigung aufbauen würde, aber dem ist nicht so. Die eine oder andere Firma hat sogar erst jetzt entlassen, sodass die Zahl der arbeitslosen Männer - in dieser Branche sind überwiegend Männer beschäftigt – weiter angestiegen ist. Insgesamt sind bei den Bauberufen einschließlich der gebäudetechnischen Berufe noch 1 185 Personen arbeitslos gemeldet. Im Hotel- und Gaststättenbereich sieht es ähnlich aus. Die Wintersaison, die nur begrenzt in einigen Ski-Gebieten wie zum Beispiel am Sudelfeld oder am Spitzingsee läuft, ist in diesem Jahr wegen der Schneeverhältnisse sehr schwierig, und die Sommersaison hat noch nicht begonnen. Sie startet bei uns in der Region üblicherweise erst mit den Osterferien und die liegen heuer erst sehr spät, nämlich Mitte April. Die Folge ist, dass in der Tourismus-Branche ebenfalls noch ca. 1 200 Menschen arbeitslos gemeldet sind.“

Die Arbeitslosenquote beträgt, wie im Vormonat auch, 3,7 Prozent. Im Februar letzten Jahres lag sie bei 3,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote der 15 bis unter 25-jährigen ist von 2,7 auf 2,9 Prozent angestiegen. In absoluten Zahlen ausgedrückt bedeutet dies einen Anstieg von 960 auf 1 010, gleichzeitig sind es damit aber fast 40 weniger als im Februar 2013. „Für die Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit in diesem Monat sind unterschiedliche Faktoren ausschlaggebend“, so die Agenturleiterin. „Erstens arbeiten natürlich auch junge Menschen in den Berufen, die noch von der saisonalen Winterarbeitslosigkeit betroffen sind. Da hier kaum ein Abbau erfolgte, sind sie weiterhin in der Arbeitslosenstatistik ausgewiesen. Ich gehe aber davon aus, dass viele von ihnen von ihrem „Stammbetrieb“ wieder eingestellt werden.

Die aktuellen Zahlen zeigen aber auch, dass sich von Mitte Januar bis Mitte Februar junge Leute deswegen arbeitslos melden mussten, weil sie von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht in ein Arbeitsverhältnis übernommen wurden. Um diese Zeit finden Prüfungen bei dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufen statt sowie Wiederholungsprüfungen. Leider haben auch einige Jugendliche die Ausbildung abgebrochen. Sie verfahren in der Regel zweigleisig, das heißt, sie sind in der Berufsberatung für die Fortsetzung oder den Neustart einer Ausbildung gemeldet und gleichzeitig für Jobs in der Arbeitsvermittlung. Egal bei welchem Team sie gemeldet sind, wir werden diese jungen Menschen intensiv begleiten und ihnen Angebote machen, um sie so schnell wie möglich wieder in den Arbeits- oder Ausbildungsmarkt zu integrieren.“

Die Stellensituation hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt. War im Januar der Zugang, das heißt der Eingang von neuen Arbeitsstellen noch sehr verhalten, hat sich dies im Zeitraum von Mitte Januar auf Mitte Februar deutlich verbessert. 930 Stellen wurden der Agentur für Arbeit in diesem Zeitraum neu gemeldet, darunter 200 Stellenangebote bei Personaldienstleistern, 110 für das Gastgewerbe - zum Teil für sofort, zum Teil für den Saisonstart im März/April , des Weiteren 130 Stellen im Gesundheits- und Sozialwesen, 120 im Handel - einschließlich der Autohäuser, 110 Offerten im Verarbeitenden Gewerbe und 60 für unterschiedliche Arbeitsplätze auf dem Bau. Zum statistischen Zähltag (12.02.2014) waren 2 730 Arbeitsstellen, davon 2 580 sozialversicherungspflichtige im Fachverfahren der Agentur für Arbeit gespeichert, viele sind direkt in der Jobbörse unter www.arbeitsagentur.de veröffentlicht.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

  • Für die Stadt Rosenheim  errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent. Derzeit sind 1 851 Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringerte sich die Arbeitslosigkeit um zehn auf 842. Für 1 009 SGB II-Kunden, fünf mehr als im Januar, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig.
  • Der Landkreis Rosenheim hat aktuell mit3,3 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk. Hier sind 2 843 Männer und Frauen bei der Hauptagentur Rosenheim arbeitslos gemeldet, 13 weniger als im Vormonat. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1 501 erwerbslose SGB II-Kunden (28 mehr als im Januar). Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis liegt demzufolge bei 4 344.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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