Ryanair mit Millionen-Verlust 

Dublin - Die irische Fluglinie Ryanair hat im dritten Geschäftsquartal 2010 einen Nettoverlust von 10,3 Millionen Euro hinnehmen müssen. Doch für das gesamte Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen satten Gewinn.

Wie Europas größter Billigflieger am Montag in Dublin mitteilte, mussten wegen Fluglotsenstreiks und dem harten Winterwetter von Oktober bis Dezember mehr Flüge gestrichen werden als im Vorjahresquartal. Positiv hätten sich jedoch ein höheres Flugaufkommen und höhere durchschnittliche Ticketpreise auf das Ergebnis ausgewirkt. Im Vorjahresquartal habe das Minus noch 10,9 Millionen Euro betragen.

Ryanair erwartet nun für das Ende März auslaufende Geschäftsjahr insgesamt einen Nettogewinn von rund 400 Millionen Euro. Der Umsatz legte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 746 Millionen Euro zu. Das Flugaufkommen stieg um 6 Prozent während sich die durchschnittlichen Ticketpreise um 15 Prozent erhöhten. Die Nebeneinkünfte, beispielsweise aus Gebühren für Gepäck, Online-Check-In und Verpflegung an Bord, wuchsen um 20 Prozent.

Insgesamt hatte Ryanair 3.000 Flüge streichen müssen, nach 1.400 Flügen im Vergleichszeitraum. Weitere Einzelheiten nannte Ryanair nicht. Größter Kostentreiber war den Angaben nach der Treibstoff, für den die Fluglinie 37 Prozent mehr zahlen musste als im Vergleichszeitraum. Ohne die Spritkosten seien die Ausgaben lediglich um 8 Prozent gestiegen.

Ryanair hatte im Dezember angekündigt, seine Kapazitäten in Deutschland weiter reduzieren zu wollen. Grund sei die Luftverkehrsabgabe. Inklusive der bereits im Oktober verkündeten Streichungen am Flughafen Hahn seien in Deutschland rund 3.000 Arbeitsplätze bedroht. Zuletzt hatte Ryanair Anfang Januar mitgeteilt, sich im Sommer vom Flughafen Altenburg zurückzuziehen.

dapd

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