Saab unter finanziellem Druck

+
Der schwedische Autohersteller Saab ist unter Druck geraten.

Stockholm - Der angeschlagene schwedische Autohersteller Saab gerät immer mehr unter Druck. Die Schulden des Konzerns belaufen sich laut Medienberichten auf knapp 100 Millionen Euro.

Wie Radio Schweden am Donnerstag berichtete, scheint der Hersteller außerstande, die August-Gehälter für Arbeiter und Angestellte aufzubringen. Falls Saab nicht zahlt, könne die Gewerkschaft den Autobauer in die Insolvenz schicken.

Laut Radiobericht hat Saab die erforderlichen zehn Millionen Euro Gehalt für 3.800 Mitarbeiter nicht. Wenn doch Geld auftauchen sollte, so wäre aber als erstes der Gerichtsvollzieher zur Stelle, denn Zulieferer und andere Firmen warteten auf die Begleichung ausstehender Rechnungen in Höhe von fünf Millionen Euro. Insgesamt belaufen sich die Schulden bei den Zulieferern auf umgerechnet 100 Millionen Euro, wie der Sender berichtete.

Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker Cars hatte Saab 2010 von General Motors gekauft, das die Marke einstellen wollte. Für ein langfristiges Überleben von Saab sind auch nach einer kurzfristigen Kapitalspritze weitere finanzielle Mittel nötig. Saab hatte schon mehrfach die Löhne nicht zahlen können.

dapd

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser