Scheichs steigen bei Porsche ein

Porsche hat sich beim Versuch der Übernahme von Volkswagen mittels komplexer Geschäfte mit Aktienoptionen finanziell verhoben und hat rund zehn Milliarden Euro Schulden.
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Porsche hat sich beim Versuch der Übernahme von Volkswagen mittels komplexer Geschäfte mit Aktienoptionen finanziell verhoben und hat rund zehn Milliarden Euro Schulden.

Stuttgart - Der Porsche-Aufsichtsrat hat die Weichen für die Rettung des hoch verschuldeten Sportwagenherstellers gestellt: Das Emirat Katar soll sich an dem Unternehmen beteiligen.

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Aufsichtsratsitzung vorgezogen

zudem sollen die Milliardenschulden mit einer Kapitalerhöhung von mindestens fünf Milliarden Euro abgebaut werden. Ziel dieser Vorhaben ist es, die Voraussetzungen für die Bildung eines integrierten Automobilkonzerns aus Porsche und Volkswagen zu schaffen, wie das Unternehmen nach einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsgremiums am Mittwochabend mitteilte. Der Vorstand werde einstimmig ermächtigt, die Gespräche mit der Qatar Holding LLC (QH) über einen Einstieg bei Porsche zum Abschluss zu bringen, hieß es weiter.

Die höchsten Manager-Abfindungen

Die höchsten Manager-Abfindungen
Andreas Kley. Posten: Finanzchef der Siemens-Kraftwerkssparte. Abgang: 2004. Abfindung: 1,7 Millionen Euro. © AP
Die höchsten Manager-Abfindungen
Thorsten Grenz. Posten: Chef des Telekommunikations-Unternehmens Mobilcom. Abgang: 2005. Abfindung: 2,45 Millionen Euro. © dpa
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Kai-Uwe Ricke. Posten: Chef der Telekom. Abgang: 2006. Abfindung: 2,5 Millionen Euro © AP
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Jürgen Sengera. Posten: West LB -Chef. Abgang: 2003. Abfindung: 3,25 Millionen Euro. © dpa
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Ulrich Schumacher. Posten: Chef des Chipherstellers Infineon. Abgang: 2004: Abfindung: 5,25 Millionen Euro. © dpa
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Klaus Lederer. Posten: Chef von Babcock-Borsig (Maschinenbau- und Energietechnikkonzern). Abgang: 2002. Abfindung: 6 Millionen Euro. (Zahlte die Babcock-Tochter Howaldtswerke Deutsche Werft) © dpa
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Klaus Kleinfeld. Posten: Siemens-Chef. Abgang: 2007. Abfindung: 6,1 Millionen Euro. © dpa
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Udo Stark. Posten: Chef des Immobilienkonzerns Agiv. Abgang: 2000. Abfindung: 6,4 Millionen Euro. © dpa
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Hubertus Erlen. Posten: Chef des Pharmakonzerns Schering. Abgang: 2006. Abfindung: 6,6 Millionen Euro. © dpa
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Thomas Holtrop: Posten: T-Online-Chef. Abgang: 2004. Abfindung: 7 Millionen Euro. © AP
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Bernd Pischetsrieder. Posten: BMW -Chef. Abgang: 1999. Abfindung: 7,5 Millionen Euro. © dpa
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Utz Claassen. Posten: Chef des Energie-Riesen EnBW. Abgang: 2007. Abfindung: 8 Millionen Euro. © dpa
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Werner Seifert. Posten: Vorstandschef der Deutschen Börse. Abgang: 2005. Abfindung: 10 Millionen Euro. © dpa
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Wolfgang Urban. Posten: Karstadt-Chef. Abgang: 2004. Abfindung: 10 Millionen Euro. © dpa
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Ron Sommer . Posten: Telekom-Chef (brachte die Telekom-Aktie an die Börse). Abgang: 2002. Abfindung: 11,6 Millionen Euro. © dpa
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Harry Roels. Posten: Chef des Energiekonzerns RWE. Abgang: 2007. Abfindung: 12 Millionen Euro. © dpa
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Holger Härter . Posten: Porsche-Finanzchef. Abgang: 2009. Abfindung: 12,5 Millionen Euro. © dpa
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Kajo Neukirchen. Posten: Chef des Anlagenbauers MG Technologies. Abgang: 2003. Abfindung: 13,2 Millionen Euro. © AP
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Mark Wössner. Posten: Bertelsmann-Chef. Abgang: 2000. Abfindung: 15 Millionen Euro. © dpa
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Dieter Ammer. Posten: Chef bei der Brauerei Beck und Co. Abgang: 2003. Abfindung: 15 Millionen Euro. © dpa
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Clemens Börsig. Posten: Finanzchef der Deutschen Bank. Abgang: 2006. Abfindung: 17 Millionen Euro. © dpa
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Hans-Joachim Körber. Posten: Chef der Metro AG. Abgang: 2007. Abfindung: 19,3 Millionen Euro. (Körber bekam keine Abfindung im eigentlichen Sinn. Das G eld erhielt er aus der Fortzahlung seiner Vergütung und über Rentenansprüche). © dpa
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Klaus Zumwinkel. Posten: Chef der Postbank. Abgang: 2009. Abfindung: 20 Millionen Euro © dpa
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Thomas Middelhoff. Posten: Chef bei Bertelsmann. Abgang: 2002. Abfindung: 25 Millionen Euro. © dpa
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Klaus Esser. Posten: Chef des Telekommunikations-Unternehmens Mannesmann (wurde von Vodafone übernommen). Abgang: 2000. Abfindung: 30 Millionen Euro. © dpa
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Wendelin Wiedeking. Posten: Chef von Porsche . Abgang: 2009. Abfindung: 50 Millionen Euro, von der die Hälfte in eine soziale Stiftung geht. © dpa
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Robert „Bob“ Eaton. Posten: Chef von Chrysler . Abgang: 2000. Abfindung: 60 Millionen Euro. © AP
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Frank Newman. Posten: Chef der US-Bank Bankers Trust (wurde von der Deutschen Bank übernommen). Abgang: 1999. Abfindung: 85 Millionen Euro. © AP
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Bruce Karatz. Posten: Chef des Baukonzerns KB Home. Abgang: 2006. Abfindung: 175 Millionen Dollar. © AP
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Richard Grasso: Posten: Chef der New Yorker Börse „New York Stock Exchange“. Abgang: 2003. Abfindung: 187 Millionen Dollar. © AP
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Robert Nardelli. Posten: Chef der US-Baumarktkette Home Depot. Abgang: 2007. Abfindung: 210 Millionen Dollar. © AP
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Hank McKinnell. Posten: Chef des US-Pharmariesens Pfizer (stellt Viagra her). Abgang: 2006. Abfindung: 213 Millionen Dollar. © AP
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Lee Raymond. Posten: Chef des Öl-Multis Exxon Mobil. Abfindung: 351 Millionen Dollar. © AP

Unmittelbar zuvor sprach sich das Gremium für eine Kapitalerhöhung aus. Ein Unternehmenssprecher konnte zunächst nicht sagen, ob Katar die Kapitalerhöhung stemmen werde oder ob diese noch zusätzlich von anderen Investoren finanziert werden solle. Der Aufsichtsrat war späten Mittwochnachmittag überraschend zu einer Sitzung zusammengekommen, um über die Zukunft des angeschlagenen Unternehmens zu beraten.

Das Aufsichtsgremium tagte am (heutigen) Donnerstagmorgen nach 6.00 Uhr immer noch. Porsche hat sich beim Versuch der Übernahme von Volkswagen mittels komplexer Geschäfte mit Aktienoptionen finanziell verhoben und hat rund zehn Milliarden Euro Schulden. Volkswagen will früheren Angaben zufolge nunmehr Porsche kaufen und als zehnte Marke integrieren. Der Sportwagenbauer hält zurzeit knapp 51 Prozent an Europas größtem Fahrzeughersteller. Der Aufsichtsrat von Volkswagen wollte am Donnerstagmittag in Stuttgart auch zu Beratungen zusammenkommen.

Die Zukunft von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking war zunächst weiter unklar. In den letzten Tagen hatte es immer wieder Berichte um seine bevorstehende Ablösung gegeben. Als sein möglicher Nachfolger wurde Produktionsvorstand Michael Macht genannt. Porsche-Aufsichtsratschef und Miteigentümer Wolfgang Porsche will am (heutigen) Donnerstag zu der Belegschaft im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen sprechen. Der Betriebsrat habe zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, hieß es aus Mitarbeiterkreisen. Auch der Volkswagen-Aufsichtsrat wollte sich am (heutigen) Donnerstag treffen.

ap

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