Schlammschlacht zwischen den Ketten

„Sofort Storno!“ dm-Mitarbeiterin erlebt Unglaubliches bei Rossmann

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Die dm-Mitarbeiterin schildert den Vorfall aus einer Rossmann-Filiale öffentlich bei Facebook.

Bedburg - Zwischen den zwei Drogerieketten dm und Rossmann besteht ein harter Konkurrenzkampf. Jetzt eskalierte der Streit offenbar, als eine dm-Mitarbeiterin große Mengen bei der Konkurrenz kaufen wollte.

Die beiden größten deutschen Drogerie-Konkurrenten dm und Rossmann führen seit Jahren einen verbissenen Kampf um die Vorherrschaft im Markt. dm liegt gerade vorne, wie die Wirtschaftswoche mit aktuellen Zahlen zeigt. Eine umstrittene Praxis von dm sorgt nun jedoch für Streit und Vorwürfe: dm schickt seine Mitarbeiter laut Medienberichten wohl bei Rossmann einkaufen, wenn dort Produkte im Sonderangebot sind, die dm ebenfalls anbietet. Die Produkte werden dann im eigenen Laden weiterverkauft. 

Der Streit eskalierte

Die Einkaufstour einer dm-Verkäuferin in der Stadt Bedburg in Nordrhein-Westfalen landete jetzt als Fall bei der Polizei. Rossmann behauptet laut Huffington Post, die dm-Verkäuferin habe massenhaft reduzierte Produkte einkaufen wollen. Produkte, die auch dm im Sortiment habe. 28 Flaschen Perwoll, 25 Mal Odol und 75 Mal Guhl wollte sie laut Rossmann kaufen. Die Rossmann-Verkäuferinnen und die Fillialleitung hinderten die Frau jedoch am Kauf. 

Die dm-Mitarbeiterin schildert den Fall natürlich anders: Sie behauptet, die Verkäufer hätten sie nicht nur grundlos am Kauf gehindert, sondern sie auch beleidigt, gedemütigt und ausgelacht. Die dm-Frau erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei, wie die Huffington Post berichtet. Sie sagt, sie habe alle Produkte für den privaten Verbrauch kaufen wollen. 

Das Finale: Ein Facebook-Post

Außerdem machte die dm-Mitarbeiterin die ganze Sache in einem Facebook-Post öffentlich. In diesem schildert sie genau, wie die ganze Situation ihrer Meinung nach ablief. „Bonabbruch, sofort Storno. Diese Kundin bekommt hier Nichts“, hätte eine Rossmann-Mitarbeiterin gebrüllt.

Die meisten der mehr als 1.500 Kommentatoren hat sie damit auf ihrer Seite. Wobei bestimmt kaum einer die Hintergründe zum Streit und die seltsame Einkaufsstrategie von dm kennt. 

dm gibt Hamsterkäufe zu

dm veranlasst angeblich in Hunderten von Rossmann-Filialen Hamsterkäufe. Das größte Problem für Rossmann seien durch diese Praxis nun oft leere Regale. Gerade bei den Sonderangeboten, sagt ein Unternehmenssprecher im Huffington Post-Interview. 

dm bestreitet diese Vorgehen nicht einmal. Ein Sprecher erklärt gegenüber dem Portal: "Wir stellen unseren Kolleginnen und Kollegen in den dm-Märkten Informationen zur Verfügung, die es ihnen ermöglichen, die günstigste Einkaufsquelle für ihren Markt zu nutzen. Diese Quelle können auch Wettbewerber sein, wenn diese Artikel unseres Sortiments zu einem Preis anbieten, der unter unserem Einkaufspreis beim Hersteller liegt."

dm-Mitarbeiter sollen also bei der Konkurrenz einkaufen, wenn diese günstigere Produkte im Sortiment hat. Es geht also rein um den Preiskampf. Warum Rossmann und andere Läden teilweise günstigere Preise machen können also dm - darüber kann nur spekuliert werden. Vielleicht bekommen sie bessere Preise bei den Großhändlern.

Eins steht jedoch fest 

Der Kampf wird weitergehen. Rossmann wird sich weiterhin beschweren und versuchen, die Käufe zu unterbinden. dm wird weiterhin seine Praxis verteidigen.

Im August 2016 erweiterte Rossmann seine Produktpalette. Das passte dm schon damals gar nicht. Vielleicht ist das ja nun die Rache. Es bleibt weiterhin spannend.

dm-Mitarbeiterin gedemütigt: Dieses Video zeigt was passiert ist

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