Schlecker-Insolvenz wird Staat kosten

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Im Juni mussten die letzten Schlecker-Filialen schließen.

Frankfurt - Die Insolvenz der Drogeriekette Schlecker könnte den Staat auf Jahressicht einen weiteren dreistelligen Millionenbetrag kosten.

Viele der 25.000 früheren Schlecker-Beschäftigten werden länger auf staatliche Hilfe angewiesen sein, weil die Chancen auf dem Arbeitsmarkt schlecht seien, wie die “Frankfurter Rundschau“ in ihrer Freitagausgabe berichtet.

So lief der letzte Tag in Tausenden Schlecker-Filialen

Letzter Tag in Tausenden Schlecker-Filialen: Räumungsverkauf sorgt für leere Regale

In einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion berichte die Bundesregierung, im Mai seien 296.000 Arbeitssuchende mit dem Berufswunsch Verkäufer bei der Bundesagentur für Arbeit registriert gewesen. Die Agentur habe zu diesem Zeitpunkt aber lediglich 27.000 entsprechende Stellen im Angebot gehabt. Würden 10.000 der durch die Schlecker-Pleite arbeitslos gewordenen Menschen binnen eines Jahres keinen neuen Job finden, so würde das die Steuerzahler bis zu 189 Millionen Euro kosten.

Bis Mitte Juni hatte die Arbeitsagentur bereits mehr als 130 Millionen Euro an Insolvenzgeld und Sozialabgaben für die ehemaligen Beschäftigten der Ketten Schlecker und des Tochterunternehmens Ihr Platz ausgezahlt.

dapd

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