Sparkassen-Präsident Fahrenschon warnt

Niedrigzinsen werden schmerzhafte Folgen haben

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Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon

Stuttgart - Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon warnt vor schmerzhaften Folgen für die Verbraucher in Deutschland, falls die Niedrigzinsphase noch länger anhalten sollte.

Dauerhaft niedrige Zinsen können nach Ansicht von Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon schmerzhafte Folgen für die Verbraucher in Deutschland haben. Sollte die Niedrigzinsphase noch länger anhalten, „wird es zu deutlichen Lücken in der Altersvorsorge kommen“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Georg Fahrenschon, den „Stuttgarter Nachrichten“ (Freitag). Auch die Sparkassen selbst bekämen die Folgen zu spüren: „Die Niedrigzinsphase kostet die Sparkassen jährlich etwa 500 Millionen Euro“, so Fahrenschon weiter.

Der Sparkassen-Präsident forderte die Politik auf, mehr Menschen beim Kauf eines Eigenheims zu unterstützen. „Ich könnte mir eine Neugestaltung der Wohnungsbauförderung vorstellen“, so Fahrenschon. Eine „langfristig angelegte Eigenheimförderung“ müsste auf kinderreiche Familien und mittlere Einkommen zugeschnitten sein.

Nach seinen Worten versuchen die Sparkassen, „über Alternativen zu klassischen Anlageformen unsere Kunden vor realem Vermögensverlust zu schützen“.“. Er räumte aber ein, dass die Kunden für Wertpapieranlagen kaum zu gewinnen seien, obwohl diese eine wichtige Säule der Altersvorsorge seien. Die Folgen liegen für Fahrenschon auf der Hand: „Fast alle Bürger werden als Steuerzahler und Sparer zur Stabilisierung des Finanzsystems herangezogen. Aber von der Erholung der Aktienmärkte profitieren nur wenige.“

dpa

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