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Florierender Tanktourismus

Deutsche stürmen Zapfsäulen in Tschechien

Nicht nur Österreich verdankt den deutschen Spritpreisen einen starken Ansturm auf seine Tankstellen. Auch Tschechien verzeichnet aktuell ungewöhnlich viele Tank-Touristen.

München - Wer derzeit in Deutschland volltanken möchte, muss deutlich mehr Geld hinblättern, als noch vor einem Jahr. Unter anderem die CO2-Steuer und die steigenden Ölpreise treiben die Kosten für Benzin, Diesel und Co. nach oben.

Wie der ADAC mitteilte, ist Diesel derzeit so teuer wie noch nie. Am Sonntag (17. Oktober) lag der durchschnittliche Tagespreis bei 1,555 Euro pro Liter und somit knapp über dem bisherigen Höchstpreis von 2012. Dieser lag damals bei 1,554 Euro. Und auch die Benzinpreise nähern sich immer mehr neuen Höchstständen.

Tanktourismus: So viel lässt sich in Tschechien sparen

Um Geld zu sparen, ergreifen viele deutsche Autofahrer die Flucht und fahren in die Nachbarländer, in denen der Sprit noch deutlich günstiger ist. Dazu zählt auch Tschechien. Dort boomt der Tanktourismus.

Am vergangenen Wochenende bildeten sich an grenznahen tschechischen Tankstellen bereits Schlangen. Viele deutsche Autofahrer machten einen Tank-Ausflug ins Nachbarland. Aber lohnt sich das wirklich?

Vergangene Woche lag der Durchschnittspreis für Super nach Angaben des Automobilclubs von Deutschland bei 1,70 Euro. In Tschechien hingegen bei nur 1,39 Euro. Wer hier also volltankt und vielleicht sogar noch den ein oder anderen Kanister füllt, kann ordentlich sparen. Beispiel VW Passat: Bei einer Tankfüllung von 66 Litern ist der Tankstopp jenseits der Grenze gut 20 Euro billiger. Selbst wenn eine Anfahrt von 20 Kilometern dagegenrechnet, lohnt sich das. Kein Wunder also, dass viele Deutsche Wartezeiten von bis zu 40 Minuten vor den Tanksäulen in Kauf nehmen. (ph)

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert