"Stabiler Aufwärtstrend" in der Landwirtschaft

Berlin - Bauern bewerten ihre wirtschaftliche Lage unverändert als gut. Nach dem extremen konjunkturellen Einbruch 2009 befinde sich die Landwirtschaft “in einem stabilen Aufwärtstrend“ trotz Problemen bei den Schweinemästern und Ferkelzüchtern.

Das sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV), Gerd Sonnleitner, am Donnerstag auf der Grünen Woche in Berlin. Im jüngsten Konjunkturbarometer Agrar sei der Index im letzten Jahresviertel 2011 im Vergleich zum Vorquartal etwas gestiegen. Allerdings seien die Erwartungen für die nächsten zwei, drei Jahre etwas verhaltender.

Der Index wies für Dezember einen Wert von 32,6 aus, nach 31,9 im September und 33,5 im Juni. Er fasst die Einschätzung der aktuellen Lage und die Erwartungen an die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Landwirte zusammen. Dazu hatte das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt rund 2.000 Landwirte und Lohnunternehmen befragt.

Trotz der relativ guten Stimmung geht die Investitionsbereitschaft der Betriebe im Jahresvergleich laut Konjunkturbarometer etwas zurück und dies hauptsächlich bei Investitionen in erneuerbare Energien. Die Investitionen seien kaum noch auf Biogas fokussiert, sagte Sonnleitner. Mehr Bauern investierten wieder in Maschinen und Stallungen und damit in die traditionelle Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion.

Den Angaben zufolge wollen die Bauern im ersten Halbjahr 2012 insgesamt 5,5 Milliarden Euro investieren. Das sind 1,7 Milliarden Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Von den 5,5 Milliarden Euro entfielen 1,3 Milliarden Euro auf erneuerbare Energien. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,6 Milliarden Euro.

dapd

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