Neue Gespräche angesetzt

Stahl-Tarifkonflikt: 3000 Beschäftigte im Warnstreik

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Ein streikender Stahlarbeiter in Duisburg während einer Kundgebung vor dem ThyssenKrupp Stahlwerk. Foto: Caroline Seidel

Duisburg (dpa) - Beim größten deutschen Stahlkonzern Thyssenkrupp haben nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall rund 3000 Beschäftigte bei einem Warnstreik vorübergehend ihre Arbeit niedergelegt.

Hintergrund der Protestaktion war die laufende Tarifauseinandersetzung für die rund 72 000 Beschäftigten in der nordwestdeutschen Stahlindustrie.

Erst am Montag hatten Arbeitgeber und Gewerkschaft ihre Gespräche in der zweiten Verhandlungsrunde ohne Ergebnis vertagt. Während die IG Metall 4,5 Prozent mehr Geld fordert, haben die Arbeitgeber bislang ein Angebot über 1,3 Prozent vorgelegt und dabei auf die schwierige Situation der Branche hingewiesen.

Der IG-Metall-Bezirksleiter NRW und Verhandlungsführer Knut Giesler bezeichnete die Lage der Branche dagegen als "stabil". Die Risiken seien der Gewerkschaft jedoch bewusst. "Die Inflationsrate steigt jetzt deutlich. Darum haben die Beschäftigten jetzt mehr verdient", sagte Giesler. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 16. März geplant.

Thyssenkrupp-Stahl-Betriebsratschef Günter Back warf den Arbeitgebern vor, den von der Gewerkschaft geforderten Tarifvertrag zur Altersteilzeit nutzen zu wollen, um die Entgelterhöhung zu drücken.

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