Auto-Studien: Diesel floppt, Frauen kaufen wie nie 

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Er hat die Studie erstellt: Ferdinand Dudenhöffer.

Duisburg/Frankfurt - Im Jahr der Abwrackprämie haben Deutschlands Autokäufer so wenige Diesel-Fahrzeuge gekauft wie seit 2000 nicht mehr.

Nach einer Studie des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer waren nur 30,6 Prozent aller verkauften Neuwagen in Deutschland im vergangenen Jahr Diesel. “Damit hat der Diesel 2009 seinen größten Marktanteils-Einbruch in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt“, heißt es in der am Sonntag veröffentlichten Studie des Car-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen.

Ein Jahr zuvor hatte der Diesel-Anteil noch bei 44,1 Prozent gelegen, 2007 sogar bei 47,7 Prozent. Hauptgrund für den Diesel-Einbruch sei der Trend zu Kleinst- und Kleinwagen wegen der Abwrackprämie gewesen, schreibt Dudenhöffer. Zudem nähere sich an der Zapfsäule der Dieselpreis dem Preis für Superbenzin weiter an.

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Zwar werde sich der Diesel im neuen Jahr erholen, aber die Zeit der hohen Marktanteile sei endgültig vorbei, prognostizierte der Fachmann: “Über 40 Prozent Marktanteil wird der Diesel in den nächsten Jahren nicht mehr schaffen und mit den kommenden Hybrid-Initiativen, Elektroautos und strengeren Abgasbestimmungen wird der Diesel nach 2015 wohl kaum mehr über 30 Prozent Marktanteil erreichen.“ Während die Kosten der Hybridsysteme in den kommenden fünf bis zehn Jahren um die Hälfte gesenkt werden könnten, werde der Preis für Dieselantriebe durch die Stickoxid-Abgasanforderungen nach oben getrieben. “Kleine, aufgeladene Benzinmotoren und Hybride bringen den Diesel in die Bredouille. Zusätzlich leiden die Diesel am stärksten unter den Umweltzonen in Deutschland“, schreibt der Experte. Wer seinen Diesel wegen der Umweltzonen-Bestimmungen verkaufen müsse, werde künftig beim Kauf eines Diesel-Fahrzeugs vorsichtig sein.

Deutlich mehr weibliche Autokäufer

Im Jahr der Abwrackprämie haben sich deutlich mehr Frauen für einen Autokauf entschieden als in den Vorjahren. Wie das Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen am Sonntag berichtete, stieg der Frauenanteil unter den Neuwagenkäufern 2009 auf 39 Prozent. Das sei ein historisch hoher Anteil, erklärte Professor Ferdinand Dudenhöffer. 2008 habe der Frauenanteil noch bei 31,6 Prozent gelegen. Ohnehin sei die Frauenquote erst in den letzten Jahren überhaupt über die 30-Prozent-Marke geklettert. Im Februar 2009 sei der Anteil der weiblichen Neuwagenkäufer deutlich gestiegen: “Fast über Nacht auf 39,1 Prozent“, wie Dudenhöffer weiter berichtete. Im März sei dann sogar ein Allzeithoch von 39,6 Prozent erreicht worden. 

dpa/AP

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