Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

+++ Eilmeldung +++

Auf Höhe Irschenberg

Vollsperre auf der A8 Richtung Salzburg nach schwerem Unfall: Rettungshubschrauber im Einsatz

Vollsperre auf der A8 Richtung Salzburg nach schwerem Unfall: Rettungshubschrauber im Einsatz

Gesellschaft

Studie: Fortschritte bei Gleichstellung - Frauen holen auf

Frau in Unternehmen
+
Große Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt es laut der WSI-Studie immer noch beim Verdienst.

Beim Thema Bildung haben Frauen Männer bereits überholt. Auch die Unterschiede bei der Bezahlung schrumpfen. Doch bei der Altersabsicherung und bei Top-Jobs hinken Frauen noch hinterher.

Düsseldorf - Frauen haben in den Bereichen Bildung, Erwerbstätigkeit und Einkommen in den vergangenen Jahren in Deutschland aufgeholt.

Doch in einigen Bereichen - etwa bei der Absicherung im Alter oder der Besetzung von Führungspositionen - ist der Abstand zu Männern immer noch groß, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Wirtschaft- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergab.

Die Studie zeigt, dass bei schulischer und beruflicher Qualifikation Frauen im Durchschnitt ein höheres Niveau als Männer erreichen. So hatten 2019 rund 41 Prozent der Frauen, aber nur 39 Prozent der Männer im erwerbstätigen Alter Abitur oder Fachhochschulreife. Umgekehrt hatten Männer häufiger einen Hauptschulabschluss. Rund 72 Prozent der Frauen zwischen 15 und 65 Jahren waren zuletzt erwerbstätig - aber 79 Prozent der Männer. Zum Vergleich: Zu Beginn der 90er Jahre lag die Erwerbstätigenquote der Frauen bei 57 Prozent.

Auf Top-Positionen bleibt es dünn

Nach wie vor sind Frauen aber deutlich seltener als Männer in Top-Positionen der Wirtschaft. So waren 2020 elf Prozent aller Vorstandsposten der 160 größten deutschen börsennotierten Unternehmen mit Frauen besetzt. Anders sieht es der WSI-Analyse zufolge auf der zweiten Führungsebene aus, wo der Frauenanteil mit 40 Prozent nur etwas niedriger als der Anteil an allen Beschäftigten (44 Prozent) war.

Große Unterschiede gibt es der Studie zufolge beim Verdienst. Laut WSI lag der durchschnittliche Stundenlohn von Frauen zuletzt mit 18,62 Euro brutto in der Stunde um 18,3 Prozent oder 4,16 Euro unter dem der Männer. Ein Grund dafür sei, dass Frauen viermal so häufig in Teilzeit arbeiteten wie Männer, häufig um besser Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen. Dies schränke die Karrieremöglichkeiten ein. Die Lohnlücke schrumpfte in den vergangenen Jahren langsam, aber kontinuierlich.

Große Lücke bei der Altersabsicherung

Gravierender ist deshalb nach Einschätzung des WSI die nach wie vor große Lücke beim Thema Altersabsicherung. „Nimmt man gesetzliche Rente, betriebliche und private Alterssicherung zusammen, beziehen Frauen durchschnittlich ein um 49 Prozent niedrigeres Alterseinkommen als Männer“, berichtete das WSI.

„Der Rückstand der Frauen wird in wichtigen Bereichen kleiner. Aber Fortschritte bei der Gleichstellung vollziehen sich bislang meist sehr langsam“, fasste WSI-Forscherin Yvonne Lott die Entwicklung zusammen. Unklar sei noch, ob die Pandemie den langfristig positiven Trend beim Thema Gleichstellung negativ beeinflussen werde. Verschiedene Studien zeigten, dass Frauen in Zeiten von Lockdowns, Kitaschließungen, Quarantäne und Homeschooling deutlich häufiger ihre Erwerbsarbeit als Männer verringert hätten. dpa

Kommentare