Studie: Jede elfte Autowerkstatt könnte dicht machen

+
Diese Autowerkstatt wird sicher nicht schließen müssen - sie gehört als "Kfz-Werkstatt der Zukunft" der Handwerkskammer Oberfranken. Foto: David Ebener/Archiv

Oberpfaffenhoffen (dpa) - Die Zahl der Autowerkstätten in Deutschland könnte einer Studie zufolge in den nächsten zehn Jahren um neun Prozent zurückgehen. Das berichtet die "Automobilwoche" unter Berufung auf eine Untersuchung des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA).

Grund dafür ist der Trend zu größeren Werkstätten. Laut der Studie wird die Zahl der durchschnittlich pro Werkstatt betreuten Autos von derzeit 1440 bis 2025 auf 1700 steigen. Da der Fahrzeugbestand langsamer wächst, werden weniger Werkstätten benötigt. Ein Konsolidierungsbedarf von hochgerechnet 3830 Betrieben wäre die Folge.

Werkstätten werden unter anderem auch deshalb immer größer, weil sie mehr in teure Diagnosegeräte und Spezialwerkzeuge investieren müssen. "Die Werkstatt der Zukunft wird immer mehr zum Operationssaal", sagte IFA-Direktor Willi Diez der Fachzeitschrift.

Einen Vorgeschmack auf die Konsolidierung gab es bereits im ersten Halbjahr: Von Januar bis Juni meldeten 125 Werkstätten Insolvenz an, 15 mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Creditreform für die "Automobilwoche" errechnete.

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser