Steuererleichterungen und Co.

So will Südtirol deutsche Unternehmen anlocken

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St. Magdalena bei Bozen in Südtirol

Bozen - Südtirol will mit Steuererleichterungen und anderen Vergünstigungen verstärkt kleine und mittelständische deutsche Unternehmen anlocken. Hinter der Aktion steckt ein ausgeklügelter Plan.

Nach Angaben der Provinzregierung in Südtirol solle dazu insbesondere die Gewerbesteuer für fünf Jahre ausgesetzt werden. Diese beträgt derzeit in der Regel 3,9 Prozent. „Es handelt sich um strategische Maßnahmen, die zwar jetzt einen Kostenpunkt darstellen, aber langfristig ein Investment sind“, sagte Landesrat Thomas Widmann der Nachrichtenagentur dpa. Südtirol biete damit italienweit die niedrigsten Steuern. Zudem werde ein zweijähriger Mietzuschuss gewährt.

Besonders deutsche Unternehmen könnten über die Zweisprachigkeit der Region leicht Zugang zum italienischen Markt finden. Die Regelungen sollen aber auch für italienische Unternehmen gelten. Ärmere Landesteile würden nicht ausbluten, sagte Widmann. Vielmehr nützten die Ansiedlung und Investitionen deutscher Firmen Italien insgesamt. Von Südtirol könne ein Wachstumsimpuls ausgehen, mit dem die Region zum Vorbild für ganz Italien würde.

Bei der deutsch-italienischen Handelskammer in Mailand hieß es zu den Maßnahmen lediglich, Italien stelle einen bedeutenden Markt für deutsche Unternehmen dar. Die Vorteile in Südtirol ergäben sich vor allem für klein- bis mittelständische Unternehmen. Zu den inneritalienischen Auswirkungen wollte sich die Kammer nicht äußern.

dpa

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