Zahlen für 2016

Tourismus boomt in Bayern weiter: Aigner legt Bilanz vor 

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Die restaurierte Marienbrücke am Schloss Neuschwanstein zieht viele Besucher an. 

München - Schlösser, Berge, Seenlandschaft: Bayern lockt Jahr für Jahr Millionen von Touristen an. 2016 gab es offenbar wieder einen Rekord. Allerdings war die Entwicklung regional unterschiedlich.

Bayerns Tourismusbranche steuert auf einen neuen Rekord zu. Bayerns Wirtschafts- und Tourismusministerin Ilse Aigner (CSU) wird am Montag die Bilanz für das Jahr 2016 vorstellen. Schon zum Jahreswechsel war damit gerechnet worden, dass die Zahl der Übernachtungen im Jahresverlauf 2016 um etwa drei Prozent auf mehr als 90 Millionen gestiegen ist - und damit auf einen neuen Höchststand.

Die Zahl der Gästeankünfte stieg laut Landesamt für Statistik allein bis November um 3,6 Prozent auf 33,1 Millionen. Wenn sich dieser Trend bis zum Jahresende fortsetzte, gab es rund 35 Millionen Gästeankünfte.

Angesichts der Sicherheitsbedenken weltweit geht seit längerem der Tourismus etwa in der Türkei und Ägypten zurück. Wie auch der ADAC in der Bilanz seines Ambulanzdienstes vergangene Woche feststellte, reisen die Menschen dafür verstärkt in klassische europäische Länder - oder bleiben im eigenen Land. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland in ganz Deutschland 2016 gegenüber Vorjahr um 3 Prozent auf den Rekordwert von 447,3 Millionen.

Allerdings zeigte sich auch, wie sehr die Menschen für das Thema Sicherheit und Terror sensibilisiert sind: Nach den Gewalttaten von Würzburg, Ansbach und München im Sommer gab es in den jeweiligen Regionen in den Wochen danach leichte und kurzfristige Rückgänge beim Tourismus.

In München war die Zahl der Übernachtungen laut Landesamt für Statistik in den ersten elf Monaten des Jahres 2016 sogar insgesamt leicht zurückgegangen. Ein besonders starkes Plus gab es in den ersten elf Monaten hingegen in Oberfranken, dort wurden sieben Prozent mehr Übernachtungen verbucht. Auch in Schwaben und der Oberpfalz gab es Steigerungsraten von mehr als sechs Prozent.

Bei der Pressekonferenz am Montag werden auch die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA, Angela Inselkammer, der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäderverbandes, Klaus Holetschek und der Geschäftsführer der Bayern Tourismus Marketing Martin Spantig über die Entwicklung des Tourismus im Freistaat berichten.

dpa

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