Stabile Quote vor dem Saisonschluss

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Traunstein - Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein liegt im Oktober mit 3,2 Prozent gleich mit September. Betroffen sind 8258 Menschen.

Im Vergleich zum September sind 107 Menschen weniger, das sind 1,3 Prozent und im Vergleich zum Oktober des Vorjahres 633 oder 8,3 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquoten der einzelnen Landkreise des Agenturbezirks: Altötting 3,3 Prozent, Berchtesgadener Land 3,4 Prozent, Mühldorf 3,6 Prozent und Traunstein 2,8 Prozent.

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„Die Arbeitslosenquote liegt mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum September erkennen wir die verhalten einsetzende Herbstbelebung; jedoch hat uns der zwar kurze, aber deutliche Wintereinbruch vor allzu großem Optimismus gewarnt. Den Vorzug der Wintersaison werden uns erst die Hotels und Gaststättenauslastungen realisieren, wenn sie ihr Personal im Dezember zurückrufen“, analysiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein. Unter den 8 258 Menschen sind 783 Arbeitslose jünger als 25 Jahre darunter 140 unter 20 Jahre. Im Vormonat waren es noch 135 junge Menschen mehr, das bedeutet, dass diese Jugendlichen wieder eine Erwerbstätigkeit oder eine Ausbildung aufgenommen haben. Die isolierte Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe beträgt 2,4 gegenüber 2,8 Prozent im September. 3 127 Gemeldete sind zwischen 50 und 65 Jahre alt. Darunter sind 2 022 arbeitslose Menschen älter als 55 Jahre. Der isolierte Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt 37,9 Prozent. In dieser Altersgruppe sind es im Vergleich zum September 55 Menschen mehr. Im Vorjahresvergleich sind es 301 Menschen mehr, hier liegt der Unterschied bei einem Plus von 10,7 Prozent.

2 750 Personen meldeten sich im Oktober erstmals oder erneut arbeitslos. Im September waren es noch 2 445 Zugänge, das heißt, dass hier eine Steigerung um 12,5 Prozent vorliegt. Hiervon meldeten sich 1 298 Menschen aus Erwerbstätigkeit, 463 aus Ausbildung oder Qualifizierung und 922 aus Nichterwerbstätigkeit Den Neumeldungen stehen 2 857 Abmeldungen gegenüber. Im September waren es 101 Menschen weniger, die sich aus der Vermittlung abmeldeten, im Oktober des Vorjahres gar 180 weniger. 1 010 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, das sind zwar 18 weniger als im September aber 144 mehr als im Vorjahresmonat. 651 begannen eine Ausbildung, 1 017 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit und 179 nannten sonstige Gründe. Der Stellenbestand im Oktober zeigt 2 378 Angebote, 172 mehr als im Vorjahresmonat. 896 Stellen wurden an den Arbeitgeberservice neu gemeldet, 105 mehr als im Oktober 2012, was eine Steigerung um 13,3 Prozent bedeutet.

Landkreis Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein beträgt im Oktober 2,8 Prozent, das ist ein Gleichstand gegenüber September und ein Anstieg im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozentpunkte. 2 487 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 163 Menschen mehr als vor einem Jahr, das entspricht einem Anstieg von 7,0 Prozent. Im Vergleich zu September sind dies 9 Menschen mehr. Geteilt nach Rechtskreisen gehören 1 206 Menschen zur Agentur für Arbeit (SGB III) und 1 281 zu den Kunden des Jobcenters (SGB II). Unter den 2 487 arbeitslosen Menschen sind 227 jüngere unter 25 Jahren, das sind 57 weniger als im Vormonat und 8 mehr als im Vorjahresmonat. 968 (Vorjahr 1 015) Menschen sind älter als 50 Jahre; darunter sind 644 älter als 55 Jahre. Der Vormonatsvergleich zeigt einen Anstieg um 50 Menschen dieser Altersgruppe. 639 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen; innerhalb der Gesamtgruppe beträgt ihr Anteil 25,7 Prozent. 920 (September 871) Menschen konnten ihre Erwerbslosigkeit beenden, 322 nahmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf, das sind 35 Prozent aller Abmeldungen. 224 begannen eine Ausbildung und/oder Qualifizierung, 317 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 57 Menschen nannten sonstige Gründe. Getrennt nach Rechtskreisen waren 567 Abmeldungen im SGB III-Bereich (Arbeitslosengeld I) und 353 im SGB II-Bereich (Arbeitslosengeld II) zu notieren. Dem stehen 928 Neumeldungen gegenüber, ein deutlicher Anstieg gegenüber September um 160 Menschen, oder 20,8 Prozent. Im Vorjahr gab es 66 Neumeldungen mehr, ein leichter Anstieg um 7,7 Prozent. Der Stellenbestand im Landkreis Traunstein beträgt 878, worunter 287 Neumeldungen sind. Die beiden Berufsbereiche neben der Zeitarbeit mit dem größten Stellenangebot sind die Gesundheits- und Sozialberufe mit 122 und das Gastgewerbe mit 143 aktuellen Angeboten.

Landkreis Altötting

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im Oktober 3,3 Prozent. Das bedeutet, es sind 1 964 Menschen auf der Suche nach einer Erwerbstätigkeit. Im Vormonat waren es 37 Menschen mehr, die Quote war auf demselben Stand. Der Vorjahresvergleich zeigt einen Anstieg um 5,5 Prozent, d.h. 102 Menschen weniger waren von Arbeitslosigkeit betroffen; die Quote lag bei 3,2 Prozent. Darunter sind 48 Jugendliche unter 20 Jahren (Vormonat: 53), innerhalb der 218 unter 25 Jahren (Vormonat: 229). Die Anzahl der arbeitslosen Menschen über 50 Jahre ist mit 717 im Vergleich zum Vormonat um 13 leicht gestiegen, im Oktober des Vorjahres waren es 42 weniger. Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen stieg im Vormonatsvergleich um 21 und im Vorjahresvergleich um 69 an, so dass noch 565 Menschen im Landkreis zu dieser Gruppe zählen. 637 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos. Das ist gut ein Zehntel der bisher im Jahr gezählten Zugänge von insgesamt 6 340 Meldungen. Im September waren es 53 Menschen weniger. Die Analyse der Neumeldungen zeigt, dass 290 Menschen aus Erwerbstätigkeit kamen, 131 aus Ausbildung, 208 aus Nichterwerbstätigkeit und 8 machten hierzu keine Angabe. 672 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 49 mehr als im Vormonat. Davon 224 durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, das sind 33,3 Prozent aller Abmeldungen. 164 Menschen begannen eine Ausbildung oder Qualifizierung und 250 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Insgesamt sind 971 Kunden bei der Agentur (SGB III) und 993 Kunden bei dem Jobcenter (SGB II) gemeldet. 384 Stellenangebote sind im Oktober im aktuellen Bestand, das sind 36 oder 10,3 Prozent mehr als im September. Im Vorjahresmonat gab es 32 Stellen weniger. Den größten Anteil beanspruchen die Fertigungsberufe mit 178 aktuellen Angeboten.

Landkreis Berchtesgadener Land

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Berchtesgadener Land betrug im Oktober 3,4 Prozent, ein Rückgang um 0,1 gegenüber dem Vormonat September. Im Oktober 2012 lag die Quote bei 2,8 Prozent. 1 677 Menschen sind arbeitslos gemeldet, darunter 133 jüngere unter 25 Jahren und 687 ältere über 50 Jahre. 396 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen. In allen Gruppen außer bei den Langzeitarbeitslosen und Ausländern konnte ein Rückgang zum Vormonat verzeichnet werden. 396 langzeitarbeitslose Menschen bilden 23,6 Prozent der Gesamtheit; 18,7 Prozent der in Bad Reichenhall Gemeldeten sind ausländische Staatsbürger. Im Landkreis Berchtesgadener Land gab es im Oktober 574 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit, das sind 7,1 Prozent oder 38 Menschen mehr als im September; darunter 380 Kunden der Agentur und 194 Kunden des Jobcenters Berchtesgadener Land. Insgesamt 229 davon nahmen eine Arbeit auf (Agentur: 192; Jobcenter: 37), das sind 39,8 Prozent aller Abmeldungen. 120 Menschen gingen in Ausbildung oder Qualifizierung (Agentur: 89 Jobcenter: 31). 194 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 31 gaben sonstige Gründe für ihre Abmeldung an. 551 Menschen meldeten sich erstmals oder wieder arbeitslos, davon 335 bei der Agentur und 216 beim Jobcenter. Das ist ein Anstieg um 10,9 Prozent, das heißt, 54 Menschen mehr als im September sind gemeldet. 639 Stellen sind im Bestand, das sind 12 weniger als im Vormonat. 227 Angebote sind im Oktober neu aufgenommen worden; ein Rückgang zum Vormonat um 64 Angebote. Häufig meldete die Hotellerie schon im September die ersten Wintersaisonstellen, weshalb der Rückgang im Oktober jahreszeitlich stärker ausfällt. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 86 Stellen mehr. Von den 499 sozialversicherungspflichtigen Stellenangeboten sind 85 im Gastgewerbe, 97 in Handel und Kfz, und 51 im Gesundheitswesen.

Landkreis Mühldorf

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf beträgt im Oktober 3,6 Prozent, das ist eine Senkung um 0,1 Prozentpunkte im Vormonatsvergleich. 2 130 Menschen waren im Oktober arbeitslos gemeldet, 56 oder 2,6 Prozent weniger als im September. Im Vorjahresvergleich ist dies ein Anstieg um 2,2 Prozent, 45 Menschen weniger waren im Oktober 2012 gemeldet. Aktuell sind 205 jüngere unter 25 Jahre gemeldet, wovon 35 unter 20 Jahre alt sind. Im September waren es noch 245 junge Menschen, ein Rückgang um 16,3 Prozent. 755 Menschen sind älter als 50, darunter gehören 461 zu den Älteren über 55 Jahre. Diese Altersgruppe hat 35,4 Prozent Anteil an der Gesamtheit aller Arbeitslosen im Landkreis. Der Vormonatsvergleich zeigt einen minimalen Anstieg um 3 Menschen; der Vorjahresvergleich jedoch einen Anstieg um 67 Menschen, das sind 9,7 Prozent. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen beträgt 669, ein geringer Anstieg um 9 gegenüber September, und um 73 im Vorjahresvergleich. Getrennt nach Rechtskreisen zählen 918 Kunden zur Agentur für Arbeit und 1 212 Kunden des Jobcenters. 634 Neumeldungen, das sind 38 mehr als im Vormonat, und 4 weniger als im Oktober 2012 wurden von der Arbeitsvermittlung bearbeitet. Hiervon kamen 261 aus Erwerbstätigkeit, 115 meldeten sich nach Ausbildung oder Qualifizierung und 233 kamen aus Nichterwerbstätigkeit. Dem stehen 691 Abmeldungen, das sind 35 weniger als im Vormonat, gegenüber. Hiervon gingen 34,0 Prozent wieder in Erwerbstätigkeit, das sind 235 Menschen. 477 Stellenangebote sind beim Arbeitgeberservice registriert, gegenüber September ist das ein Minus von 8 Stellen, bzw. 1,6 Prozent. Der Stellenzugang mit 202 neuen Angeboten ist jedoch im Vormonatsvergleich um 13, bzw. 6,9 Prozent gestiegen. 197 Angebote zählen zu den Fertigungsberufen mit vielfältigen Berufsbereichen und 102 Angebote kommen aus den Branchen Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Traunstein

Hohe Ausbildungsbereitschaft auf beiden Seiten

Der Ausbildungsmarkt im Agenturbezirk Traunstein

Im Berufsberatungsjahr 2012/2013 (01.10.2012 bis 30.09.2013) registrierte der Agenturbezirk Traunstein mit den vier Landkreisen Traunstein, Altötting, Berchtesgadener Land und Mühldorf insgesamt 3 447 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das sind 36 mehr als im Vorjahr. Dem standen 4 058 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber, hier gab es einen Anstieg um 22 Angebote.

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2 391 nahmen eine Berufsausbildung oder Erwerbstätigkeit auf, das sind 69,4 Prozent der Gesamtanzahl. 541 Bewerber, das sind 15,7 Prozent, entschieden sich für einen weiteren Schulbesuch oder für eine Studienaufnahme. Darunter sind auch 8 junge Menschen, die ein Praktikum beginnen, das für einige Ausbildungsberufe vorausgesetzt wird. 43 beginnen mit dem Berufsgrundbildungsjahr. 52 Jugendliche begannen bei der Bundeswehr oder beim Bundesfreiwilligendienst ihre berufliche Laufbahn oder Orientierung. 56 nehmen eine Fördermaßnahme in Anspruch. Das sind berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen oder Einstiegsqualifizierungen.

14 junge Menschen galten am 30. September als „unversorgt“, das sind 8 mehr als im vorangegangenen Berufsberatungsjahr. Dem stehen 387 unbesetzte Berufsausbildungsstellen gegenüber. „Die Betriebe und Unternehmen wissen, dass eines der besten Mittel Fachkräfte zu bekommen in der eigenen Ausbildungsbereitschaft liegt. Wir stellen auch fest, dass sich die Arbeitgeber verstärkt in den Schulen und bei den Ausbildungsmessen engagieren“, kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein, „einige Unternehmen bieten neben der Ausbildung attraktive Zusatzleistungen an, um die Ausbildungssituation zu modifizieren und zu bereichern, damit der Fachkräftenachwuchs gesichert ist. Denkbar sind sowohl Teilzeitmodelle, als auch sozialpädagogisch intensivere Ausbildungsbegleitung, oder Öffnung des klassischen Ausbildungsverlaufs für Spätentschlossene“, appelliert Müller.

Von den 3 447 gemeldeten Bewerbern haben 1 267 einen Hauptschulabschluss, 1 609 besitzen die Mittlere Reife, 262 haben die Fachhochschulreife und 197 die Allgemeine Hochschulreife. 8 Jugendliche haben keinen Hauptschulabschluss, das sind 7 weniger als im vergangenen Berichtsjahr.

Bei der Altersverteilung zeigt sich, dass 3 010 Bewerber jünger sind als 20 Jahre und 66 älter als 25 Jahre. „Für die sogenannten „Spätentschlossenen“ bietet der Ausbildungsmarkt sehr gute Chancen“, ermutigt Müller, „gerade bei kleineren Betrieben sind erfahrenere Azubis, die eine hohe Eigenverantwortung aufweisen, gerne gesehen.“

1 068 Bewerber wünschen sich einen Beruf aus dem Bereich Produktion und Fertigung. Hierunter fallen die meisten Metall- und Holzberufe, sowie Maschinenbau und Mechatronik, jedoch auch Lebensmittelherstellung und Speisenzubereitung. 1 438 Angebote waren aus dieser Berufskategorie gemeldet. 109 davon sind noch unbesetzt.

674 junge Menschen möchten in den Berufsbereich Handel, Dienstleistung und Tourismus, in dem 945 Angebote vorhanden waren, allein 434 für den Verkauf. Im gesamten Berufsfeld sind noch 162 Stellen frei.

In den Berufen Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung standen im Berichtsjahr 320 Angebote 373 Bewerbern für diese Berufe gegenüber. 31 Stellen sind noch unbesetzt.

Insgesamt war das Verhältnis der gemeldeten Berufsausbildungsstellen zu Bewerbern 1,18:1. Das momentane Verhältnis von unbesetzten Ausbildungsstellen je unversorgtem Bewerber liegt bei 27,6:1. „Diese Zahlen sind dabei rein rechnerisch; wir wissen, dass eine Ausbildung nicht unbedacht angefangen wird, dass es viele andere Faktoren geben kann, weshalb ein freier Ausbildungsplatz und ein unversorgter junger Mensch nicht zusammen finden können. Eignung, Anspruch und räumliche Entfernung sind hier nur die wichtigsten Aspekte“, analysiert Müller.

„ Unter den Top Ten der Wunschberufe bei den männlichen Bewerbern liegt auf dem ersten Rang der Industriemechaniker, bei den Bewerberinnen ist es die Bürokauffrau. Die meisten unbesetzten Berufsausbildungsstellen mit 70 gibt es im Gastgewerbe, hierunter sind Köche und Hotelfachleute. „Gerade Stellen im Hotel- und Gaststättengewerbe bieten vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten, auch wenn ein junger Mensch hier in der Region bleiben will, es kann aber auch ein Grundstein für eine international ausgerichtete Karriere sein“, ergänzt Müller.

Die 17 Berufsberaterinnen und Berufsberater, darunter fünf akademische Berater/innen betreuen regelmäßig die Schulen in den vier Landkreisen. In den insgesamt 304 Abgangsklassen wurden etwa 6 900 Schüler beraten. Die 260 Vorentlassklassen haben momentan 6 202 Schüler. Die Berufsberatung veranstaltet in allen Klassen mindestens zwei Gruppeninformationen, zwei Elternabende und wöchentliche Schülersprechstunden. Hier werden die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Beratungsangebote der Agentur und der Berufsmöglichkeiten informiert. Im vergangenen Berufsberatungsjahr wurden 238 Schulbesprechungen in Vorentlassklassen und 120 in den Entlassklassen durchgeführt. „Die Berufswünsche sind dann meist schon viel konkreter“, erklärt Müller, „trotzdem ist eine intensive persönlichen Beratung, oft mit den Eltern angebracht“. Deshalb wurden im Beratungsjahr insgesamt 39 Elternveranstaltungen durchgeführt.

Für jeden Entlassjahrgang werden Berufsinformationsveranstaltungen, vorwiegend in den Schulen selbst organisiert, hier beteiligen sich die Berufsberaterinnen und Berufsberater mit Infoständen, und knüpfen die direkten Kontakte zwischen den Schülern und den Betrieben. Hier wurden insgesamt 8 Berufsinfomessen mitgestaltet und 36 Einladungen von Schulen ins Berufsinformationszentrum in Altötting und Traunstein organisiert. Hierbei ergeben sich meist weitere detaillierte Fragen; diese wurden in 294 mehrstündigen Schulsprechstunden bearbeitet. Auch die regelmäßigen Vortragsreihen in den BIZen zu schülerspezifischen Themen, wie Bafög, Auslandsaufenthalte oder Assessment-Center wurden rege angenommen.

Bei der Maßnahme zur Berufseinstiegsbegleitung stehen 300 Plätze zur Verfügung. Für die ausbildungsbegleitenden Hilfen wurden 479 Plätze eingerichtet. „Es ist nicht damit getan, einem jungen Menschen eine Ausbildung zu vermitteln, oder einen Betrieb zu ermuntern, einem schwächeren Schüler eine Ausbildung anzubieten. Wir möchten dass er sie auch abschließt, und sich im Betrieb auch bewähren kann. Deshalb sind uns die ausbildungsbegleitenden Hilfen sehr wichtig. Hier haben auch die Jugendlichen eine echte Chance, die sich vielleicht im normalen Berufsschulalltag ein bisschen schwerer tun“, so Müller.

Neben den betrieblichen Ausbildungsstellen, die von Arbeitgebern gemeldet oder von Mitarbeitern eingeworben werden, bietet der Agenturbezirk Traunstein 130 BvB (Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen) bei verschiedenen Trägern, 80 EQJ (Einstiegsqualifizierung Jugendlicher), und 47 BaE (Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen). „Wir haben noch Ausbildungsplätze in fast allen Berufsbereichen und Angebote in Maßnahmen“, so Müller; „wer wirklich Interesse an seiner Berufsplanung hat, bekommt von uns jede Unterstützung. Es gibt genügend Betriebe, die noch bis Jahresende einstellen“, ermuntert Jutta Müller abschließend.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Traunstein

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