Treibhausgase mit Hilfe von IT verringern

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Mit intelligenter Software könnte ein Viertel der Treibhausgase eingespart werden.

Stuttgart - Die deutsche Industrie kann laut einer Studie bis 2020 rund ein Viertel ihres Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase mit Hilfe intelligenter Software einsparen.

Das wären 207 Millionen Tonnen weniger als in diesem Jahr, heißt es in der Studie “Smart 2020 Deutschland“, die am Dienstag beim IT-Gipfel vorgestellt wurde.

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Das größte Potenzial gebe es in der Logistikbranche und im Straßenverkehr mit möglichen CO2-Einsparungen von 85,4 Millionen Tonnen. Zwar nehme Deutschland bereits eine weltweit führende Rolle im Klimaschutz ein, es gebe aber noch genügend ungenutzte Potenziale.

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Der WeltRisikoIndex zeigt an, in welchen Ländern das Katastrophenrisiko besonders hoch ist, wobei nicht nur die Gefahr durch Naturkatastrophen in den Blick genommen wird, sondern auch der Entwicklungsstand der Gesellschaft. Auf Platz 10: Der Inselstaat Timor-Leste in Südostasien. In dem bitterarmen auch ein erhöhtes Risiko für Tsunamis und Erdbeben. © dpa
Den neunten Platz belegt El Salvador - das Land wird häufig von Naturkatastrophen wie etwa Erdbeben heimgesucht. Auch Vulkanausbrüche erschweren der Bevölkerung das Leben. © dpa
Laut dem WeltRisikoBericht gehört auch Kambodscha zu den gefährlichsten Ländern der Welt - in dem Entwicklungsland kommt es oft zu Tropenstürmen und Überschwemmungen. Daher ist Kambodscha auf Platz 8 der gefährlichsten Länder der Erde. © dpa
Auf Platz 7: Costa Rica. Hier herrscht Gefahr durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Hurrikane, wegen der es auch zu Überschwemmungen kommen kann. © dpa
Den sechsten Platz belegen die Salomonen. Der Inselstaat im Pazifik wird häufig von Erdbeben und Tsunamis erschüttert. © dpa
Auf Platz 5: Bangladesch. Das Entwicklungsland wird kontinuierlich von Unwettern heimgesucht und ist stark erdbebengefährdet. © dpa
Auf Platz 4 der Liste ist Guatemala - in dem Land besteht eine erhöhte Gefahr für Wirbelstürme. Außerdem gibt es in dem Entwicklungsland 25 aktive Vulkane. © dpa
Den dritten Platz der Statistik belegen die Philippinen. Der Inselstaat ist häufig von Taifunen oder Erdbeben betroffen. © dpa
Der Inselstaat Tonga ist auf Platz zwei der gefährlichsten Länder. Er wird häufig von verheerenden Naturkatastrophen wie Erdbeben heimgesucht. © dpa
Den traurigen ersten Platz belegt Vanuatu - der Pazifikstaat leidet unter dem Klimawandel und Naturkatastrophen wie Erdbeben und Stürmen. © dpa

Der IT-Sektor sei nur zu einem geringen Teil an den Emissionen des klimaschädlichen CO2 beteiligt, könne aber anderen Industriezweigen beim Klimaschutz helfen: Der Verkehrsfluss könnte intelligenter gesteuert oder durch eine Städtemaut überwacht werden. Die Studie wurde von der Deutschen Telekom, Huawei, SAP, Siemens und der Boston Consulting Group erstellt. Die IT-Branche sieht ihren eigenen möglichen Sparbeitrag bei 13 Millionen Tonnen.

Großes Einsparpotenzial sieht die Studie auch beim Gebäudeklima, wo mit Hilfe von IT-Lösungen 41,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid gespart werden könnte. In der Automation könnten 26,4 Millionen Tonnen, in der Stromindustrie 23,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Darüber hinaus ließen sich Geschäftsreisen vermeiden, wenn Manager sich über Videokonferenzen verständigen würden. Das mögliche Einsparvolumen wird dort auf 16,3 Millionen Tonnen CO2 geschätzt.

Die Unternehmen schlagen mehrere Wege vor, wie die Politik Einsparungen von Treibhausgasen vorantreiben kann. Zum einen sei eine “öffentliche finanzielle Förderung“ für IT-Unternehmen denkbar, damit diese Konzepte für Endkunden mit einheitlichen technischen Standards entwickeln. Möglich wäre auch, klimaschädliche Produkte und Lösungen mit einer Sondergebühr und Steuern zu belegen.

dpa

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