Umfrage: Auch gute Manager verdienen zu viel

+
Die Deutschen haben kein Verständnis für die hohen Gehälter von Managern - auch dann nicht, wenn sie ihren Job gut erledigen.

Düsseldorf - Die meisten Deutschen haben kein Verständnis für die sehr hohen Gehälter von Managern. Auch nicht, wenn sie ihren Job eigentlich gut erledigen.

Auch wenn die Geschäftsmänner erfolgreich arbeiteten, rechtfertigt das nach Ansicht der Bundesbürger keine Millionenbeträge auf dem Konto. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des „Handelsblatts“ (Freitag) unter mehr als 1000 Bürgern. Demnach finden 71 Prozent der Befragten, dass auch ein Manager, der gute Gewinne einfährt, kein Millionengehalt bekommen sollte. Nur ein Viertel (26 Prozent) hält die hohen Summen für angemessen.

Besonders für Frauen gilt laut Forsa-Chef Manfred Güllner: „Der Raffmanager ist der Buhmann.“ Für 78 Prozent der befragten Frauen haben die Millionenschweren die hohen Summen nicht verdient. Das sahen nur 63 Prozent der Männer so.

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Ein etwas anderes Bild zeigt sich im Generationenvergleich: Für 37 Prozent der 18- bis 29-jährigen Befragten stehen gut arbeitenden Managern die Millionen durchaus zu. In der Gruppe der über 59-Jährigen sagen das nur 18 Prozent.

Top-Verdienste fuhren auch viele Manager von Dax-Unternehmen wegen der satten Gewinne ihrer Konzerne im vergangenen Jahr ein. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Gehalt der Vorstandsvorsitzenden ohne Altersversorgung und Nebenleistungen um 14 Prozent gestiegen - auf rund 5,5 Millionen Euro. Das ergab eine Auswertung der Geschäftsberichte von 17 der 30 Riesen auf dem Börsenparkett, die das Beratungsunternehmen Towers Watson am vergangenen Dienstag in Frankfurt vorlegte. 13 Geschäftsberichte - etwa von der Deutschen Bank und der Deutschen Börse - fehlten in der Analyse aber noch.

dpa

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser