Größte Fluglinie der Welt: United und Continental fusionieren

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Fusion: Aus United und Continental Airlines wird die größte Fluglinie der Welt.

New York - Die beiden amerikanischen Fluggesellschaften United Airlines und Continental Airlines schließen sich zusammen. Das haben die beiden Unternehmen am Montag bestätigt.

Damit entsteht die größte Fluglinie der Welt. Wie die Nachrichtenagentur Associated Press bereits zuvor berichtet hatte, soll die neue Gesellschaft United heißen und ihren Sitz in Chicago haben.

Die beiden Unternehmen werden künftig unter dem Dach der United Continental Holdings firmieren, wie sie am Montag in Houston und Chicago mitteilten. Zusammen befördern die zwei Gesellschaften im Jahr 144 Millionen Passagiere zu 370 Zielen in 59 Ländern.

Continental-Chef Jeffery Smisek soll die Tagesgeschäfte leiten, während sein bisheriger United-Amtskollege Glenn Tilton für zunächst zwei Jahre die Rolle des Chairmans übernimmt. Danach soll Smisek übernehmen.

Gemessen am Verkehrsaufkommen ist United bislang die drittgrößte US-Fluggesellschaft, Continental folgt auf Platz vier. Beide Fluglinien wollen sich in Zukunft vor allem auf Geschäftsreisende konzentrieren.

Zusammen umfasst das Flugnetz der Airlines weltweite Routen, beispielsweise von Shanghai nach Südamerika. Diese sind vor allem für international tätige Geschäftsreisende attraktiv. Nach Angaben der Unternehmen wird der gemeinsame Umsatz bei 29 Milliarden Dollar liegen. Der Zusammenschluss soll zudem die Kosten bis 2013 um 1 Milliarde bis 1,2 Milliarden Dollar jährlich senken.

Die Fusion soll über einen Aktientausch abgewickelt werden, demzufolge Continental Airlines mit etwa 3,2 Milliarden Dollar (2,25 Milliarden Euro) bewertet wird. Eine der größten Herausforderungen bei dem Zusammenschluss könnten Forderungen des Cockpitpersonals werden. Die Pilotengewerkschaft bei United kündigte bereits an, im Falle einer Fusion die Interessen aller ihrer Mitglieder zu verteidigen.

Lange Tradition

United und Continental leiden derzeit beide stark unter der Krise in der Luftfahrtbranche. United kürzte seine Kapazität im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent, der kleinere Konkurrent um 5,2 Prozent. Und beide schreiben rote Zahlen: Continental verbuchte 2009 ein Minus von 282 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 12,6 Milliarden Dollar. Bei der United-Muttergesellschaft UAL waren es sogar 651 Millionen bei einem Umsatz von 16,3 Milliarden Dollar.

Erst vor zwei Jahren schlossen sich Delta und Northwest Airlines zusammen und verdrängten damit American Airlines als größte Fluggesellschaft der Welt vom ersten Platz. United und Continental arbeiten bereits in der Star Alliance zusammen, in der auch die Lufthansa Mitglied ist.

Beide Unternehmen können auf eine lange Firmengeschichte zurückblicken. Sowohl United als auch Continental haben ihre Wurzeln in Unternehmen des amerikanischen Luftfahrtpioniers Walter Varney in den 20er und 30er Jahren. United war bis in die 80er Jahre hinein nur in den USA aktiv, bis es die Pazifikrouten der Pan-Am übernahm. Continental bekam 1987 einen Wachstumsschub, als es die Unternehmen Frontier, People Express und New York Air übernahm.

dapd/dpa

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