EU unterstützt Griechenland

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EU will Griechenland unterstützen.

Brüssel - Die Europäische Union hat sich auf eine Unterstützung Griechenlands geeinigt, um die Gefahr einer weiteren Euro-Talfahrt abzuwenden. Geld soll es aber nicht geben.

“Wir haben ein Abkommen getroffen, das wir in Kürze bekanntgeben werden“, sagte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy am Donnerstag in Brüssel. “Griechenland ist Teil der Europäischen Union“, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Man werde Griechenland nicht alleine lassen, aber die Regeln müssten eingehalten werden, fügte sie hinzu. Van Rompuy, Merkel, der französische Staatschef Nicolas Sarkozy und der griechische Ministerpräsidenten Georgios Papandreou hatten zuvor über einen Ausweg aus der Krise beraten.

Ob die Union Griechenland politisch den Rücken stärken will oder tatsächlich Finanzhilfen garantiert, die womöglich gegen geltendes EU-Recht verstoßen würden, blieb zunächst offen. Direkte Hilfen, etwa in Form von Garantien für Staatsanleihen, wären nach dem gerade in Kraft getretenen Lissabon-Vertrag unzulässig. Ein Bankrott Griechenlands könnte allerdings dramatische Konsequenzen für den Euro-Raum haben. Der Sondergipfel sollte eigentlich am Morgen beginnen, wegen Schneefalls in Brüssel verzögerte sich der Auftakt bis zum Mittag.

Athen wollte auf dem informellen Treffen seinen Sanierungsplan konkretisieren. Die Hoffnung: Papandreou präsentiert ein glaubwürdiges und ehrgeiziges Sparpaket, das neben den übrigen 26 Staats- und Regierungschefs auch die Kommission und den Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, zufriedenstellt. Damit könnte der Gipfel ein Signal senden, das die nervösen Märkte beruhigt und den Euro stabilisiert.

DAPD

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