Kein Gesundheitsrisiko

US-Umweltbehörde stützt Bayer weiter im Glyphosat-Konflikt

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Die US-Umweltbehörde EPA stärkt Bayer nun den Rücken: Sie hält den Bestandteil Glyphosat im Gegensatz zu einigen Gerichtsurteilen weiterhin nicht für krebserregend. Foto: Reed Saxon/AP/dpa

Mit der Übernahme von Monsanto hatte sich Bayer 2018 immense Rechtsrisiken ins Haus geholt. Im Streit um Gesundheitsgefahren durch das Pestizid Glyphosat stärkt nun eine Behörde in den USA dem Unternehmen den Rücken.

Washington (dpa) - Die US-Umweltbehörde EPA hält das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat im Gegensatz zu einigen Gerichtsurteilen weiterhin nicht für krebserregend.


Die Behörde teilte am mit, eine neue Überprüfung abgeschlossen zu haben und das Pestizid bei vorschriftsgemäßem Gebrauch nicht als Gesundheitsrisiko für Menschen einzustufen.

Damit hält die EPA trotz der hitzigen öffentlichen Debatte um Glyphosat an ihrer Linie fest, die den bisherigen US-Gerichtsurteilen bei Klagen gegen Bayer wegen angeblicher Krebsgefahren entgegensteht. Der Konzern begrüßte die Entscheidung.


Der für das Pflanzenschutzgeschäft zuständige Bayer-Vorstand Liam Condon betonte: "Die aktuelle Entscheidung der EPA zu glyphosatbasierten Herbiziden entspricht der langjährigen Bewertung führender internationaler Gesundheitsbehörden, dass diese Produkte sicher sind".

Bayer kann Unterstützung in Sachen Glyphosat derzeit gut gebrauchen - der Konzern ist in den USA mit über 42.700 Klägern konfrontiert. Bayer hatte sich 2018 mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto immense Rechtsrisiken im Zusammenhang mit Glyphosat ins Haus geholt. Die ersten drei US-Prozesse wegen angeblich krebserregender Unkrautvernichtungsmittel von Monsanto hatte Bayer verloren und hohe Schadenersatz-Urteile kassiert.

Der Konzern hat die Schuldsprüche jedoch angefochten und erhielt in einem Berufungsverfahren zuletzt Unterstützung von der US-Regierung, die einen sogenannten Amicus-Schriftsatz zugunsten von Bayer bei Gericht einreichte. Analysten erwarten, dass sich Bayer über kurz oder lang auf einen milliardenschweren Vergleich mit den Klägern in den USA einigt. Darauf dringen auch die zuständigen Gerichte.

EPA-Mitteilung

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