Hypo Real Estate kommt kaum vom Fleck

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Das Geschäft bei Hypo Real Estate krankt auch nach der Verstaatlichung.

München - Befreit von milliardenschweren Altlasten soll die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate fit für die Reprivatisierung werden. Doch so recht will das Geschäft nicht Schwung kommen.

Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) kommt kaum vom Fleck. Vor Steuern schrumpfte der Gewinn der Deutschen Pfandbriefbank (pbb), in der das Kerngeschäft der HRE gebündelt ist, auch im zweiten Quartal von 68 auf 30 Millionen Euro. Bereits das erste Quartal hatte einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gebracht. “Das Ergebnis des ersten Halbjahres entspricht unserer Erwartung“, sagte HRE-Chefin Manuela Better dazu am Dienstag in München.

Vor allem das Neugeschäft kam zwischen April und Juni mit einem Volumen von 700 Millionen Euro kaum in Schwung. Dennoch hält die HRE an ihrem Ziel fest, in diesem Jahr Neugeschäft in Höhe von 8 Milliarden Euro einzufahren. Bisher sind es nach sechs Monaten allerdings erst rund 1,5 Milliarden Euro. “Im zweiten Halbjahr wollen wir beim Neugeschäft deutlich zulegen“, kündigte Better an.

Der Vorsteuergewinn soll für das gesamte Jahr zwischen 100 bis 140 Millionen Euro liegen, im Jahr zuvor waren es - allerdings auch angesichts von Sondereffekten - noch 188 Millionen Euro. Der Bund will die pbb auf lange Sicht wieder privatisieren, sofern sich ein Käufer für die einst mit Steuermilliarden gerettete Bank findet.

Bis 2015 will Better die Bank so aufstellen, dass der Bund mit einem Verkauf die Auflagen der EU erfüllen kann. Die Bank soll bis dahin kleiner, aber auch deutlich profitabler sein. Die HRE war im Herbst 2008 mit staatlichen Milliardenhilfen vor dem Zusammenbruch bewahrt und danach vollständig verstaatlicht worden.

Der Neustart unter Federführung des Staates konnte nur gelingen, weil im Herbst Altlasten im Wert von rund 175 Milliarden Euro in eine sogenannte Bad Bank ausgelagert wurden. Die FMS Wertmanagement soll das Erbe der HRE möglichst wieder zu Geld machen, was sich derzeit aber als außerordentlich schwierig erweist.

Allein im vergangenen Jahr verbuchte die Abwicklungsanstalt einen Verlust von fast 10 Milliarden Euro, für die am Ende der Steuerzahler gerade stehen muss. Angesichts der Eurokrise drohen weitere Milliardenrisiken etwa aus spanischen und italienischen Papieren.

dpa

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