Massiver Personalabbau geplant

Bericht: Ford will jeden zehnten Mitarbeiter entlassen

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New York - Ford hat weltweit etwa 200.000 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon in den USA. Jetzt plant der zweitgrößte US-Autobauer Ford laut einem Zeitungsbericht einen massiven Personalabbau.

Um die Profitabilität zu erhöhen und die Aktionäre zufriedenzustellen, solle die weltweite Zahl der Ford-Mitarbeiter um rund zehn Prozent schrumpfen, schrieb das "Wall Street Journal" am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf eingeweihte Kreise in seiner Online-Ausgabe. Mit der Verkündung dieser Entscheidung sei noch diese Woche zu rechnen.

Ein Unternehmenssprecher bezeichnete den Bericht auf Nachfrage zwar als "Spekulation", die man nicht kommentieren wolle. Er bestätigte allerdings, dass der Konzern auf Kostensenkungen setze, um die Gewinnspannen zu erhöhen. Teil dieser Arbeit sei es, Ford so "schlank und effizient" wie möglich zu machen. Es seien aber noch keine neuen Personalmaßnahmen in diesem Zusammenhang angekündigt worden.

Ford hat weltweit etwa 200.000 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon in den USA, wo sich die Autokonjunktur nach einem jahrelangen Absatz-Boom zuletzt spürbar abgekühlt hat. Im April ging die Zahl um mehr als sieben Prozent im Vorjahresvergleich auf knapp 215.000 Fahrzeuge zurück. 

Sollte der Konzern im Heimatmarkt in großem Stil Stellen streichen, würde er Konflikte mit US-Präsident Donald Trump riskieren, der versprochen hat, mehr Jobs zu schaffen als je ein US-Präsident zuvor und dabei mit deutlichen Worten Unterstützung von der heimischen Industrie fordert.

In Deutschland beschäftigt Ford nach eigenen Angaben knapp 24.000 Menschen: in Köln mehr als 17.300, in Saarlouis mehr als 6500

dpa/afp

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