Verdacht von Kartellabsprachen

Zuckerhersteller kämpfen gegen Millionen-Schadensersatz

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Immer mehr Kunden verlangen wegen verbotener Wettbewerbsabsprachen Schadenersatz von den großen deutschen Zuckerherstellern. Foto: Rolf Vennenbernd

Mannheim - Die großen deutschen Zuckerhersteller kämpfen in immer mehr Prozessen gegen millionenschwere Schadenersatzklagen. Lebensmittelhersteller gehen gegen Südzucker und Nordzucker vor.

Sie werfen den Branchenriesen vor, jahrelang wegen Kartellabsprachen überhöhte Preise verlangt zu haben. Grundlage sind Bußgelder des Bundeskartellamts gegen Südzucker, Nordzucker und Pfeifer & Langen (Diamantzucker) aus dem Jahr 2014 in Höhe von insgesamt 280 Millionen Euro wegen Gebiets-, Quoten- und Preisabsprachen.

Wie in zwei anderen in Mannheim bereits laufenden Verfahren hält es die Kammer für sinnvoll, Gutachten zur Frage einzuholen, ob den Klägern ein Schaden entstanden ist und wenn ja, in welcher Höhe. Beide Seiten hatten ihre Positionen bereits durch eigene Gutachten zu untermauern versucht. In den jetzt begonnenen Verfahren fordert zum Beispiel der Schokoladenhersteller Rübezahl rund 3 Millionen Euro, der Feinkostproduzent Hengstenberg knapp 1,2 Millionen Euro und der Bonbonhersteller Kalfany rund 1,9 Millionen Euro.

dpa

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