Wirtschaft in Südost-Bayern setzt auf Forschung und Entwicklung

Bayern - In Traunreut erläuterten drei Unternehmen aus Südost-Bayern, welche Rolle Forschung und Entwicklung spielen und wie sie mit Innovationen ihre Marktposition ausbauen.

„Um langfristig weltweit erfolgreich zu sein, müssen wir den Strukturwandel im Freistaat vorantreiben und stärker als bislang unsere Innovationskraft mobilisieren und marktgerecht ausbauen“, betonte Ludwig Baur, Geschäftsführer der Geschäftsstelle München-Oberbayern der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm.

„Innovationen aus Traunreut haben das Ziel, den Alltag vieler Menschen einfacher und komfortabler zu gestalten und dabei Ressourcen effizient einzusetzen. Hier wurde zum Beispiel 1970 der erste Herd mit Backwagen entwickelt und dieses Jahr ein besonders stromsparender Herd, der als Weltneuheit erfolgreich auf der IFA 2010 vorgestellt wurde", sagt Stefan Lauwitz, Leiter der Fabrik Traunreut der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH.

Das Traunreuter Unternehmen Siteco verweist darauf, dass die Leuchtenindustrie vor einem Umbruch von der Glühlampe hin zur LED steht, der Lichttechnologie der Zukunft. „Nach dem Automobil ist die Beleuchtung einer der größten Verursacher von CO2-Emissionen. Mit der LED werden höchst effiziente Lichtsysteme möglich, die Energiekosten und CO2-Emissionen drastisch reduzieren. Auch wenn die meisten LEDs nicht in Deutschland gefertigt werden, ist Siteco als Innovationsführer in der Lage, die Technologie in ökologisch und kommerziell nachhaltige Lichtlösungen umzusetzen“, betont Klaus-Günter Vennemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Siteco Gruppe. „Um das große Energiesparpotenzial in der Beleuchtung tatsächlich zu erschließen, ist auch die Politik gefordert, den Umbau von konventionellen hin zu innovativen Lichtsystemen der Zukunft zu fördern, so wie es Länder wie Südkorea bereits beispielhaft vormachen.“

„Innovation ist die Kunst der Veränderung“, so Klaus Rutz, Company Manager der ECOLAB Engineering GmbH in Siegsdorf. „Die ganzheitliche Betrachtung des Kunden, gepaart mit der Fähigkeit, unsere Produkte und unser Unternehmen diesen Bedürfnispotenzialen laufend anzupassen, sind das Geheimnis des nachhaltigen Wachstums und des Erfolges von ECOBLAB Engineering.“

Das Geschäftsmodell der Zukunft ist laut Ludwig Baur das sogenannte „Hybride Unternehmen“. „Diese bearbeiten größere Teile der Wertschöpfungskette bis hin zum gesamten Lebenszyklus eines Produktes von der Entwicklung bis zur Entsorgung.

Da ein Kunde alles aus einer Hand erhält, kann der Anbieter viel stärker auf seine individuellen Wünsche an jedem Punkt der Wertschöpfungskette eingehen. Hier liegen große Wachstumspotenziale, die wir uns weiter erschließen müssen“, erläuterte Baur.

Pressemitteilung bayme vbm - Geschäftsstelle München-Oberbayern

Rubriklistenbild: © dpa

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