Wirtschaft wächst im 4. Quartal nur langsam

Wiesbaden - Die Deutsche Wirtschaft hat zum Jahresende 2010 an Fahrt verloren. Für den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts auf das ganze Jahr gesehen, ist vor allem der Außenhandelverantwortlich.

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Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2010 etwas verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte und damit seine Voraussagen von der Vorwoche bestätigte. 2010 insgesamt wuchs die deutsche Wirtschaft um 3,6 Prozent.

Für den Anstieg war den Statistikern zufolge vor allem der Außenhandel verantwortlich. Während die Exporte um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal zulegten, wurden lediglich 0,9 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen nach Deutschland importiert. Der daraus resultierende Außenbeitrag habe mit 0,7 Prozentpunkten zum BIP-Wachstum beigetragen.

Staatliche Konsumausgaben mit plus von 0,6 Prozent

Im Inland wurde - wie schon in den ersten drei Quartalen - um 2,6 Prozent mehr in Ausrüstungen investiert als im Vorquartal. Darüber hinaus waren sowohl die privaten mit plus 0,2 Prozent als auch die staatlichen Konsumausgaben mit plus 0,6 Prozent preis-, saison- und kalenderbereinigt etwas höher als im dritten Vierteljahr. Damit konnte der auch witterungsbedingt starke Rückgang der Bauinvestitionen um 3,9 Prozent kompensiert werden.

Im Vorjahresvergleich lag die Wirtschaftsleistung in allen Quartalen deutlich über dem Niveau des Krisenjahres 2009. Im letzten Vierteljahr 2010 stieg das preisbereinigte BIP gegenüber dem vierten Quartal 2009 um 4,0 Prozent. Im gesamten Jahr 2010 war das preisbereinigte BIP um 3,6 Prozent (kalenderbereinigt 3,5 Prozent) gewachsen.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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