Nach zehn Jahren

Hartz IV: Regionaldirektion zieht positive Bilanz

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Nürnberg - Vor zehn Jahren wurde in Deutschland die Grundsicherung eingeführt. Seitdem zahlen die Jobcenter nicht nur „Hartz IV“ aus, sondern sollen Betroffenen auch eine Arbeitsstelle vermitteln.

ie bayerischen Jobcenter haben zehn Jahre nach der Einführung der Grundsicherung eine positive Bilanz gezogen. So sei die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Bezieher von 220.000 im Jahr 2005 auf nunmehr 132.000 gesunken, sagte die zuständige Geschäftsleiterin der bayerischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Renata Häublein, am Mittwoch in Nürnberg. Doch es gebe auch noch einige offene Baustellen.

Zum 1. Januar 2005 waren Sozial- und Arbeitslosenhilfe zur Grundsicherung zusammengelegt worden. Die Leistung ist als Hartz IV bekannt und wird an Langzeitarbeitslose ebenso ausgezahlt wie an Jobsuchende nach dem Uni-Abschluss, weil diese noch nie in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.

Ziel der Reform war es, den Betroffenen aus einer Hand die finanzielle Unterstützung zum Lebensunterhalt auszuzahlen und zugleich bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu helfen. Dazu arbeiten nun in fast allen Jobcentern die Kommunen mit ihren Sozialleistungen wie Drogen- oder Schuldnerberatung sowie die Bundesagentur mit ihrem arbeitsmarktpolitischen Maßnahmenbündel zusammen. Dies klappe inzwischen sehr gut, bilanzierte Häublein.

Probleme sieht sie vor allem bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen, aber auch von Hartz-IV-Beziehern unter 25 oder über 50 Jahren. „Da ist noch lange kein Ende in Sicht, was wir da an Herausforderungen haben.“ Ein weitere Schwierigkeit: Durch den guten Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren haben viele leicht zu vermittelnde Hartz-IV-Bezieher einen Job gefunden. Gut die Hälfte der Verbleibenden habe hingegen gravierende Probleme, die einer Jobaufnahme zunächst im Wege stünden, schilderte Häublein.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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