Fahrzeugteile kommen aus China

Zurück zum Ursprung: Borgward plant Montagewerk in Bremen

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Ein Borgward Isabella aus Bremen beim 85. Automobil-Salon in Genf. Die Marke gehörte einst zu den bekanntesten Autoherstellern Deutschlands und ging 1961 Pleite. Foto: Felix Kästle

Bremen (dpa) - Der Autobauer Borgward will an seine lange Firmengeschichte in Bremen anknüpfen. Wie der "Weser-Kurier" und Radio Bremen übereinstimmend berichteten, plant die Borgward Group, die derzeit in China produziert, ein Montagewerk in Bremen.

Weder das Unternehmen in Stuttgart noch der Bremer Senat wollten dies zunächst am Freitag bestätigen und verwiesen auf eine Pressekonferenz am kommenden Mittwoch in Bremen. Dann sollen laut Borgward die "nächsten Schritte" für den europäischen Markt verkündet werden.

Nach Informationen des "Weser-Kuriers" sollen in Bremen jährlich bis zu 10 000 Borgward-Fahrzeuge gefertigt werden, die rein elektrisch fahren. Als Standort werde Bremerhaven favorisiert, wo ein Werk auf einer Fläche von 10 000 Quadratmetern entstehen soll. Laut Radio Bremen sollen die fertigen Fahrzeugteile aus China zum Werk verschifft und dort zusammengebaut werden.

Borgward gehörte einst zu den bekanntesten Autoherstellern Deutschlands und ging 1961 Pleite. Erst in diesem Jahr wurde der Autoverkauf wieder aufgenommen. Borgward-Hauptaktionär ist der chinesische Lastwagenbauer Foton. Im heutigen Daimler-Werk in Bremen- Sebaldsbrück liefen bis Anfang der 1960er Jahre jährlich bis zu 100 000 Borgward-Fahrzeuge vom Band.

Borgward

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