Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Stilllegung droht

Bei alten Kaminöfen Grenzwerte prüfen

Ältere Öfen stoßen vergleichsweise viele Emissionen aus. Sie werden daher seit Jahren schrittweise neuen Grenzwerten unterworfen. Foto: Hilke Segbers
+
Ältere Öfen stoßen vergleichsweise viele Emissionen aus. Sie werden daher seit Jahren schrittweise neuen Grenzwerten unterworfen. Foto: Hilke Segbers

Alte Kaminöfen stoßen zu viele Emissionen aus. Daher droht ihnen schrittweise das Aus oder die verpflichtende Nachrüstung. Wer in den 80er und 90er Jahren einen neuen Ofen erhalten hat, muss sich nun darum kümmern: Diese Modelle sind Ende 2020 betroffen.

Sankt Augustin (dpa/tmn) - Wer zwischen 1985 bis 1994 einen Ofen im Haus installiert hat, muss sich bald um einen Nachweis zu den Grenzwerten seiner Anlage bemühen. Hält sie die aktuellen Grenzwerte nicht ein, muss sie bis Ende 2020 stillgelegt und ausgetauscht oder mit Staubfiltern nachgerüstet werden.

Betroffen sind Heizungsanlagen, die mit Festbrennstoffen wie Holzscheiten, Pellets, Hackschnitzel oder Kohle befüllt werden und vor 1995 zugelassen wurden. Laut dem Bundesverband hatten 2017 zehn Prozent dieser sogenannten Einzelraumfeuerungsanlagen das entsprechende Alter und könnten von einer Modernisierung betroffen sein. Darauf weist der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks hin.

Der Grenzwert für Feinstaub liegt für sie ab 2021 bei 150 Milligramm pro Kubikmeter, für Kohlenmonoxid bei 4 Gramm pro Kubikmeter. Wird dies überschritten, drohen Bußgelder von bis zu 50 000 Euro.

Hintergrund ist eine Regelung in der Ersten Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV). Vor allem alte Öfen verursachen viele Emissionen. Um diese zu verringern, greift der Gesetzgeber ein: Seit 2010 werden schrittweise Ofengenerationen den gesetzlichen Regelungen unterworfen. Schon seit Ende 2017 gelten die Grenzwerte für Öfen, die vor 1985 zugelassen wurden.

Auch in den kommenden Jahren sind viele weitere Modelle betroffen: Für Geräte, die seit 1995 gebaut wurden, muss die Regelung bis Ende 2024 umgesetzt werden. Ausnahmen gibt es für Grundöfen, Kochherde, Backöfen, Badeöfen und offene Kamine, die nur gelegentlich benutzt werden, sowie für Öfen, die vor 1950 gebaut wurden.

Die Maßnahmen lohnen sich, teilt der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks mit und verweist auf eine Auswertung des Umweltbundesamtes. Die Feinstaubemissionen von Holzfeuerungen haben sich seit 2010 deutlich verringert.

Kommentare