Tipps

Brombeeren richtig schneiden: So vermeiden Sie Wildwuchs im Garten

Ein Regentropfen hängt an einer Brombeere.
+
Ohne ausreichende Pflege fangen Brombeersträucher zu wuchern an.

Brombeeren versorgen Naschkatzen auch im Spätsommer bis Herbst noch mit Früchten. Aber wie lässt sich der Strauch schneiden, um Wildwuchs zu vermeiden?

Bei Brombeeren ist es wichtig, den Strauch* schon von Anfang an richtig zu pflegen, damit Sie später nicht vor einem undurchsichtigem Gewächs stehen und nicht mehr unterscheiden können, welche Ruten nun gestutzt werden müssen. Wir geben Ihnen einige hilfreiche Tipps.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Brombeeren zu schneiden?

Bei Brombeeren brauchen Sie nicht darauf zu achten, ob es sich um schwach oder stark wachsende Pflanzen handelt – in der Regel werden alle im Frühjahr geschnitten, damit Sie im Sommer wieder ordentlich Früchte tragen können. Teilweise werden die Ruten auch schon im Herbst nach der Ernte eingekürzt, doch das ist nur bei wintermilden Regionen, wie am Niederrhein, zu empfehlen.

Ein weiterer ausschlaggebender Punkt ist der Zweck des Schnittes: Der Erhaltungsschnitt findet im Februar bis März statt, während ein Sommerschnitt im Juli stattfinden kann.

Erfahren Sie hier: Brombeere, Himbeere, Johannisbeere: So schneiden Sie Beerensträucher zurecht.

Brombeeren schneiden: Was Sie beachten müssen

Beim Schneiden von Brombeeren müssen Sie einjährige von mehrjährigen Ranken unterscheiden können: Geschnitten werden nämlich nur die Ruten, die in diesem Jahr Früchte getragen haben – und das sind die mehrjährigen Ruten. Die einjährigen Ranken müssen stehen bleiben, damit es im nächsten Sommer wieder eine gute Ernte gibt.

Obstgehölze richtig schneiden

Beim Schneiden von Obstbäumen und Beerensträuchern herrscht oft Unsicherheit. Holen Sie sich die wichtigsten Informationen aus dem Buch „Schnittkurs: Obstbäume und Beerensträucher“ (werblicher Link).

Brombeeren direkt nach dem Pflanzen schneiden

Um Ihren Brombeerstrauch ordentlich zu erziehen, sollten Sie ihn schon nach der Pflanzung zurechtstutzen und für Ordnung sorgen. Dazu setzen Sie die Jungpflanze mittig vor einem Drahtspalier ein, der etwa sechs Meter lang ist und über drei Spanndrähte in jeweils 50, 100 und 150 Zentimetern Höhe verfügt. Danach werden alle Ranken in kurzem Abstand zu einer Knospe auf 30 bis 40 Zentimeter gekürzt. Nun können Sie über die nächsten Wochen beobachten, wie sich der Strauch entwickelt und die vielversprechendsten Ruten auswählen – bei einem stark wachsenden Strauch reichen zwei bis drei, bei einem schwachwüchsigen sind es fünf bis zehn. Die überflüssigen Ranken schneiden Sie in Bodennähe ab.

Auch interessant: So schneiden Sie Ihren Schmetterlingsflieder im Herbst.

Der Erhaltungsschnitt im Frühjahr: So optimieren Sie Ihre Brombeer-Ernte im Sommer

Nach der Ernte im Herbst sollten Sie schon die abgetragenen Ruten im Auge behalten – diese müssen Sie dann im Frühjahr abschneiden. Wenn Sie die Ranken an einem Spalier fixiert haben, können Sie die alten von den jungen Trieben besser unterscheiden, indem Sie diese nach links und rechts verteilen. Diese Methode wird auch als wechselseitige Erziehung bezeichnet. Falls Sie sich gar nicht mehr sicher sind, sollten Sie bis zum Fruchtansatz warten. Diese werden nur von den letztjährigen Ruten gebildet.

Sobald Sie die abgetragenen Ruten ausgemacht haben, schneiden Sie diese bodeneben ab. Die einjährigen Ranken lassen Sie stehen und leiten Sie am Spalier nach oben, um sie dort zu befestigen. Die Seitentriebe an den jungen Ranken kürzen Sie ebenfalls auf zwei bis drei Augen ein.

Sommerschnitt: So bekommen Sie einen stark wachsenden Brombeerstrauch in den Griff

Bei einem stark wachsenden Brombeerstrauch ist ein Erhaltungsschnitt im Frühjahr oft nicht ausreichend. Dann muss im Sommer, am besten im Juli, ein kleiner Pflege-Schnitt zum Ausgeizen her. Ihr Augenmerk sollten Sie hierbei auf die diesjährigen Ruten legen, die durch seitliche Triebe für Unübersichtlichkeit sorgen. Binden Sie die diesjährigen Ruten also am Spalier an und schneiden Sie deren Seitentriebe auf ein bis zwei Knospen zurück. Schwache Bodentriebe können Sie ebenfalls entfernen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: So schneiden Sie Ihren Rhododendron richtig zurück.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

Kommentare