Steuern sparen im Homeoffice

Büromöbel von der Steuer absetzen

Steuerklärung: Ein Taschenrechner, Belege, Quittungen, Fachliteratur zum Thema Steuererklärung.
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Die Steuererklärung - Ein Kampf wie David gegen Goliath. Doch bei Bürobedarf können Sie richtig Geld sparen.

Bislang war es für viele Arbeitnehmer äußerst schwer, diverse Büromöbel oder sonstige Aufwendungen für das Home Office als Werbungskosten von der Steuer abzusetzen. Dies könnte sich aber bald ändern: Die Politik sieht aufgrund der coronabedingten Ausnahmesituation dringenden Handlungsbedarf.

Einen mutigen Vorstoß wagen nun Union und SPD. Die beiden Parteien warten mit Vorschlägen für einen Gesetzentwurf auf, der es künftig Arbeitnehmern ermöglichen soll, Büromöbel sowie andere zusätzliche Aufwendungen für das Home Office einfacher als bisher von der Steuer abzusetzen. Im Rahmen der Gespräche zum Jahressteuergesetz wollen Finanzpolitiker nun darüber beraten, wie und in welcher Höhe sie Bürger in puncto Home Office steuerlich entlasten können.

Das sagt der Gesetzgeber aktuell zur Thematik

Das eigene Home Office steuerlich abzusetzen ist momentan noch ein schwieriges Unterfangen, aber die Politik sucht nach neuen Wegen und Lösungen.

Momentan ist es für die große Mehrheit der Arbeitnehmer noch recht schwierig, die zusätzlichen Aufwendungen, wie etwa erhöhte Heizkosten, den zusätzlichen Strom- und Wasserverbrauch im Home Office, das neue Büromobiliar oder einen Teil der Mietkosten steuerlich abzusetzen.

Räumliche und Zeitliche Anforderungen:

Ein kleiner Tisch mit Arbeitsunterlagen in der Wohnzimmerecke - reicht das? Mit großer Wahrscheinlichkeit werden Ihnen diese Ausgaben wieder aus der Steuererklärung gestrichen. An das Home Office in den eigenen vier Wänden stellt die Finanzverwaltung besondere Anforderungen. Große Hürden sind zu nehmen.

Wohnungsgröße und Wohnfläche:

Wer beispielsweise in einer Wohnung mit 70 Quadratmetern wohnt, kann zwar versuchen, das 40 Quadratmeter große Wohnzimmer als Arbeitszimmer zu deklarieren, wird aber vermutlich nicht damit durchkommen. Der Fiskus prüft hier nämlich ganz genau, inwiefern das besagte Zimmer, zu welchem Umfang rein zu Arbeitszwecken genutzt wird. Auch der Familienstand sowie die Familiengröße fließen in die Bewertung mit ein.

Einen separaten Raum schaffen:

Zum Arbeiten braucht es laut Gesetzgeber einen ruhigen, von den übrigen Räumlichkeiten abgetrennten Bereich, der mit einer Türe verschließbar ist: Vorhänge, Gardinen oder sonstige Raumtrenner alleine reichen demnach nicht aus. Bei einem Durchgangszimmer wird davon ausgegangen, dass es sich nicht um ein Arbeitszimmer handelt, sondern es auch zu privaten Zwecken genutzt wird. Sobald Sie andere Wohnräume (Küche, Schlafzimmer, Badezimmer) nur mit der Durchquerung des Durchgangszimmers erreichen, ist eine Absetzung von der Steuer eher unwahrscheinlich.

Die passende Einrichtung:

Damit Ihr Arbeitszimmer auch von den Finanzbeamten als Arbeitszimmer anerkannt wird, müssen Sie unbedingt auf eine dementsprechende Einrichtung achten. Das bedeutet konkret: Fernseher, Konsolen, ein privat nutzbares Gästebett, eine Couch oder andere zweckfremde Gegenstände sind laut Finanzamt absolut tabu. Das Arbeitszimmer sollte schlicht eingerichtet sein. Bestenfalls steht dort nicht mehr als ein höhenverstellbarer Schreibtisch, ein ergonomischer Bürostuhl, ein Regal sowie die zwingend notwendige technische Ausstattung.

Für das Absetzen der Kosten als Werbungskosten muss eine 90-prozentige Nutzung zu beruflichen Zwecken nachgewiesen werden. Sobald der Anschein erweckt wird, dass Sie die jeweiligen Utensilien auch privat nutzen, schwinden die Chancen, einen Steuervorteil zu erzielen.

Bürobedarf, der leicht von der Steuer abgesetzt werden kann:

Die Kosten, die für die Beschaffung von Fachliteratur und anderen Bürobedarf, wie in etwa den Computer oder Laptop anfallen, können recht einfach als Werbungskosten geltend gemacht werden.

So lange Sie brav ihre Belege sammeln und an das Finanzamt übermitteln, können sie jeglichen Bürobedarf nahezu ohne ein Limit absetzen. Liegt der Kaufpreis des Gegenstandes inklusive Mehrwertsteuer jedoch über einem Gesamtpreis von 487,90 € , muss die Abschreibung über die Jahre der jeweiligen Nutzungsdauer verteilt werden.

Tipp 1: Wer das Finanzamt nicht gänzlich davon überzeugen kann, einen Gegenstand zu 90 Prozent für berufliche Zwecke zu nutzen, geht allerdings auch nicht leer aus. So gilt bei Computern beispielsweise das sogenannte Aufteilungsverbot nicht. D.h. die Kosten sind in Höhe des beruflichen Nutzungsanteils abziehbar. Sofern das Berufsbild der Vorstellung des Finanzamts nicht widerspricht, akzeptiert der Fiskus einen Nutzungsanteil in der Höhe von 50 Prozent.

Tipp 2: Einige Finanzämter erkennen Aufwendungen für Arbeitsmittel bis zu einem Gesamtwert von 110€ ohne Nachweis als Werbungskosten an.

Tipp 3: Nutzen Sie Ihren privaten Telefon- und Internetanschluss auch beruflich, können Sie den Fiskus an den Kosten beteiligen. Und dies, ohne dabei den Anteil der beruflichen Nutzung nachweisen zu müssen. Hier lassen sich 20 Prozent der Kosten, aber maximal 20€ einsparen.

Hinweis:

Insgesamt können Sie maximal bis zu 1250 € als Werbungskosten für den heimischen Arbeitsplatz im Jahr anrechnen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn Sie im Betrieb keinen zumutbaren Arbeitsplatz haben. Stellt das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit dar, sind die gesamten Kosten absetzbar.

Stifte, Tacker, Büroklammern, Notizblöcke - das alles lässt sich ganz einfach von der Steuer absetzen. Bis zu einer Gesamtsumme von 110€ sogar oftmals ohne Belege.

Was fällt alles in die Kategorie Bürobedarf?

  • Büromaterial: Stifte, Papier, Aktenordner, Textmarker, Folien, Papierkorb, Büroklammern, Tesafilm, Blöcke, Kleber
  • Bürogeräte: Computer, Monitor, Laptop, Telefon, Handy, Drucker, Scanner, Faxgerät, Kabel
  • Literatur: Fachbücher, Fachzeitschriften- und Magazine

Wenn schon sparen, dann an der richtigen Stelle!

Seit Beginn der Pandemie ist das Home Office für viele Arbeitnehmer zum Arbeitsplatz geworden. Doch die improvisierte Büromöbeleinrichtung ist oftmals für das richtige Arbeiten von Zuhause aus mehr als nur ungeeignet: Verspannungen, Körperschäden und Fehlhaltungen sind die Folge.

Egal, ob der umfunktionierte Esstisch, der kleine Küchentisch oder das provisorisch eingerichtete Home Office im Wohnzimmer - eine wirklich gute Alternative zum Büro ist das meistens nicht. Für ein paar Stunden vielleicht, aber über Wochen und Monate hinweg ganz bestimmt nicht. Bei Büromöbel Müller in Raubling finden Sie Stehpulte, höhenverstellbare Schreibtische sowie ergonomische Bürostühle, die Ihnen angenehmes, sicheres und schonendes Arbeiten aus den eigenen vier Wänden heraus ermöglichen. Büromöbel Müller, hier wird Ihnen weitergeholfen!

Kontakt und Öffnungszeiten

Kontakt:

Büromöbel Abholmarkt Müller GmbH
Rosenheimer Straße 7, 83064 Raubling b. Rosenheim
Tel.: (08035) 87 88-0
Fax: (08035) 87 88-20
E-Mail: raubling@bmsofort.de

Öffnungszeiten:

Montag – Freitag von 9:00 – 18:00 Uhr, Samstag von 9:00– 13:00 Uhr, Sonntag ganztags geschlossen

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