Hohes Paketaufkommen

Wegen Corona-Krise: DHL spielt mit dem Gedanken, auch sonntags auszuliefern

Die DHL denkt derzeit darüber nach, auch sonntags auszuliefern.
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Die DHL denkt derzeit darüber nach, auch sonntags auszuliefern.

Die Corona-Krise hat dafür gesorgt, dass viel mehr Menschen online bestellen. Das hohe Paketvolumen lässt die DHL nun darüber nachdenken, auch sonntags auszuliefern.

  • Die Corona-Krise sorgt für ein hohes Paketaufkommen.
  • Täglich liefert die DHL mittlerweile acht Millionen Pakete aus.
  • Kommt nun die Sonntagszustellung?

Schulen sind geschlossen, Restaurants nur noch für den Mitnahme-Betrieb geöffnet und der Ausgang nur aus triftigen Gründen erlaubt: Das ist momentan der deutsche Alltag, wenn nicht gar der eines Großteils von Europa. Um trotzdem an Produkte zu kommen, die es nicht immer im Supermarkt gibt, wie zum Beispiel Elektroartikel, Möbel oder Kleidung, verlassen sich viele Bürger nun auf den Versandhandel. Und sogar hier gibt es bereits Einschränkungen: Amazon warnt, dass weniger lebenswichtige Produkte eine längere Lieferzeit haben könnten. Um dieses gestiegene Arbeitspensum zu bewältigen, will die DHL* nun auch sonntags Pakete liefern. Aber Vorsicht: nicht jeder DHL-Lieferschein ist echt*.

Corona-Krise: Liefert die Post bald auch sonntags aus?

"Hilfreich wäre beispielsweise, punktuell auch sonntags arbeiten zu können, um beispielsweise Spitzen in der Paketzustellung besser bewältigen zu können", sagte Tobias Meyer, Vorstandsmitglied des Unternehmens für das deutsche Brief- und Paketgeschäft im Gespräch mit der "Rheinischen Post". Derzeit würden täglich acht Millionen Päckchen von Deutsche Post DHL zugestellt werden. "Dies ist ein Aufkommen wie in der Vorweihnachtszeit - außer, dass wir keine Zeit hatten, uns hierauf vorzubereiten". Welchen Sprung das Paketaufkommen gemacht hat, zeigt sich am Jahresdurchschnitt: Normalerweise stellt die Post nach eigenen Angaben circa 5,2 Millionen Pakete am Tag zu.

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DHL mit Notfallplan in der Corona-Krise

Weiterhin berichtete Meyer der "Rheinischen Post" (Inhalt hinter Bezahlschranke), wie das Unternehmen nun mit dieser überwältigenden Situation umzugehen versucht: "Wir haben innerhalb von zwei Wochen eine Zusatzkapazität geschaffen, die der Gesamtkapazität des nächstgrößten Wettbewerbers entspricht. Auch verlagern wir einen Teil des Transports von sehr großen Paketen in Bereiche des Konzerns, wo andere Geschäfte weggebrochen sind."

Sogar Mitarbeiter aus der Verwaltung würden nun mit anpacken, um die Masse an Paketen* abzufertigen. Sollte sich die Corona-Krise weiter verschärfen, sieht der Notfallplan des Konzerns vor, dass Prioritäten gesetzt werden müssen: "Bisher ist kein Verteilzentrum in Deutschland lahmgelegt gewesen. Es könnte nur im Extremfall so sein, dass wir Sendungen nur noch an wenigen Tagen pro Woche zustellen oder dass nur noch Postbevorrechtigte ihre Sendungen erhalten, während andere Sendungen eingelagert werden." Momentan sei aber noch nicht damit zu rechnen, dass die Post ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen kann.

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*Merkur.de und nordbuzz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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