Effektiver Schutz vor Blitzeinschlägen

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Berlin - Blitzeinschläge können zu schweren Schäden führen. Bei direkten Einschlägen helfen zwar Blitzableiter, oftmals ist das allein aber nicht genug.

Knapp 57.000 Mal schlugen im vergangenen Jahr Blitze in Deutschland ein.  Noch immer haben die meisten Privathäuser keinen Blitzableiter, eine Pflicht besteht nämlich nur für öffentliche Gebäude oder Hochhäuser ab einer Höhe von 22 Metern. Verantwortlich ist der Hauseigentümer. Fachleute unterscheiden zwischen äußerem und innerem Blitzschutz. Der äußere Blitzschutz befindet sich auf dem Dach des Hauses. Er besteht aus einem Blitzableiter, der bei einem Blitzeinschlag den Strom vom Dach aus entlang des Hauses in das Erdreich umleitet. Gesichert werden die jeweils höchsten Punkte des Daches, wie First, Schornstein, Gauben oder Dachflächenfenster. Auch für Solaranlagen, die über die normale Dachfläche ragen, müssen gegebenenfalls Blitzschutzsysteme eingebaut werden.

Eine weitere Gefahr, die häufig unterschätzt wird ist jedoch die Überspannung. Sogar Blitze, die in mehreren Kilometern Entfernung einschlagen, können Schäden an elektronischen Geräten hervorrufen. Gezielte Schutzmaßnahmen im Inneren des Hauses können gegen diese Überspannungen helfen. Als zentrale Lösung bietet sich ein Überspannungsschutzgerät im Sicherungskasten des Hauses an. In einer einfachen Ausführung kostet dies rund 250 Euro. Um Schäden zu verhindern, können die Kabel auch an die Haupterdungsleitung angeschlossen werden, falls solch ein Blitzschutz vorhanden ist. Ein Komplettsystem bestehend aus äußerem und innerem Blitzschutz kostet je nach Hausgröße zwischen 2.000 und 3.500 Euro. Zusätzlich können einzelne empfindliche Endgeräte wie Fernseher oder PC mit entsprechenden Zwischensteckern oder einem Feinschutz an der Steckdose gesichert werden. Solche Zwischenstecker sind in jedem Baumarkt schon für wenige Euro zu bekommen. Es sollte bei den Steckadaptern aber in jedem Fall auf die entsprechenden Prüfzeichen geachtet werden. Denn manche helfen nur gegen Schaltüberspannungen und versagen – wenn es darauf ankommt – bei einem Blitzeinschlag. Wer nicht in teure Schutzvorrichtungen investieren möchte, kann bei seinem Versicherungsunternehmen eine Zusatzvereinbarung für Überspannungsschäden abschließen. Durch die übliche Hausratversicherung sind diese Schäden längst nicht immer abgesichert.

Quelle: immowelt.de

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