Eigenheim günstiger als Miete

München - Viele Mieter könnten sich eine Eigentumswohnung leisten – sie wissen es nur nicht. Für die Mietkosten kann man sich derzeit auch eine eigene Immobilie finanzieren.

Sich für die eigenen vier Wände erst einmal in sechsstelliger Höhe zu verschulden, sei eine „verständliche psychologische Hemmschwelle“, räumt Weismantel ein. „Darüber vergessen viele, dass sie als lebenslanger Mieter in aller Regel wesentlich mehr fürs Wohnen zahlen als dies beim rechtzeitigen Umzug in die eigene Immobilie der Fall ist“, weiß der Baufinanzexperte und macht folgende Rechnung auf: „Wer heute eine Kaltmiete von 600 Euro monatlich zahlt, wird – bei einer angenommenen jährlichen Mietsteigerung von 1,2 Prozent – in 30 Jahren 258.154 Euro an seinen Vermieter bezahlt haben. Bei einer Monatsmiete von heute 1.000 Euro werden es im selben Zeitraum sogar 430.261 Euro sein.“

Für diese Summen könne man fast überall in Deutschland hochwertige Immobilien erwerben oder selbst bauen – und das zu historisch günstigen Konditionen, wie Weismantel mit einem Vergleich deutlich macht: „Wer heute einen Baukredit von 100.000 Euro aufnimmt, zahlt dafür bei einer Laufzeit von 10 Jahren im Durchschnitt Zinskosten von 253 Euro pro Monat. Vor 15 Jahren war die Belastung für den gleichen Kredit im Schnitt mit 561 Euro monatlich noch mehr als doppelt so hoch.“

Wer 1.000 Euro Miete im Monat zahle, rechnet Weismantel weiter vor, „könnte damit – bei einem Zins von 4 Prozent und einer Tilgung von 2 Prozent – einen Kredit von rund 200.000 Euro finanzieren.“ Bei der Wahl des Tilgungssatzes gibt der Experte Bauherren den Tipp, auch die Laufzeit im Auge zu behalten: „Je geringer die Tilgung, desto länger dauert es, bis die Immobilie komplett schuldenfrei ist. Das sollte spätestens bei Renteneintritt der Fall sein. Wenn möglich, sollten man sich auch das Recht auf Sondertilgungen einräumen lassen. Bei Bausparkassen ist dies meist kostenfrei.“

Pressemitteilung NBB Kommunikation GmbH

Rubriklistenbild: © dpa

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