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Einbruchschutz: Was bringt eine Alarmanlage?

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Lassen sich Einbrecher wirklich von einer Alarmanlage abschrecken?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Sicherheit im Eigenheim zu erhöhen - doch wie gut schützt eine Alarmanlage vor Einbrüchen?

Laut Statistik findet in Deutschland alle zwei Minuten ein Einbruch statt. Diese Zahlen sorgen für große Besorgnis in den privaten Haushalten und führt zu zahlreichen Nachrüstungen in Sachen Einbruchschutz. Vor allem bei Alarmanlagen stellt sich die Frage, wie gut diese das Eigenheim sichern.

Wie gut verhindern Alarmanlagen einen Einbruch?

Alarmanlagen sollen dreiste Diebe mit viel Lärm verjagen - oder zumindest den Eigentümer über den Einbruch informieren. Doch gegenüber zeit.de berichtet Thomas Feltes, Kriminologe von der Ruhr-Universität Bochum, dass Alarmanlagen nur in den seltensten Fällen einen Einbruch verhindern: "Einbrecher lassen sich davon nicht abschrecken - im Gegenteil. Denn wo eine Alarmanlage ist, gibt es was zu holen."

Für Stefan Meder, dem Leiter der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Hamburg, steht im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt fest: Eine Alarmanlage allein reicht nicht aus. Zuallererst sollte das Augenmerk auf mechanischen Sicherungen an Fenstern und Türen liegen - weitere Maßnahmen dienen dem zusätzlichem Schutz.  

Wann ist eine Alarmanlage sinnvoll?

Eine Alarmanlage ist in erster Linie ein Gefahrenmelder - und Gefahren drohen nicht nur von Einbrechern. So können Sie auch als Wasser, Gas- oder Rauchmelder dienen.

Viele Alarmanlagen bieten auch Benachrichtigungsfunktionen, die Sie auf eine Gefahr per Mail, SMS oder Telefon aufmerksam machen. Auf diese Weise können Sie umgehend reagieren.

Alarmanlagen: Worauf Sie beim Kauf und Einbau achten sollten

Wenn Sie sich für den zusätzlichen Schutz einer Alarmanlage entschieden haben, sollten Sie sich vor dem Einkauf mit Ihren Möglichkeiten auseinandersetzen: Es gibt sowohl Funk - als auch Kabelalarmanlagen. Letztere sind oftmals die sicherere Variante, da sie weniger von Ausfällen bedroht ist. Dafür ist die Installation aufwendiger und eignet sich deshalb vor allem bei Neu- oder Umbauten.

Bei beiden Alarmanlage-Typen gilt es, die Zentraleinheit der Anlage an einem Ort zu befestigen, wo sie nicht leicht zu finden ist. Ein Einbrecher wird versuchen, sie zu lokalisieren und auszuschalten. Auch die anderen Bestandteile, wie beispielsweise die Alarmkontakte, sollten versteckt angebracht werden, damit sie nicht umgangen werden können.

Vergessen Sie außerdem nicht, dass eine gute Alarmanlage ihren Preis hat. Der kann zwischen 500 Euro und 3500 Euro liegen. Dafür hält sie auch um die 20 Jahre.

Außerdem können Sie Ihre Sicherheitsmaßen von der KfW fördern lassen. Die Kreditanstalt senkte die Fördergrenze im März von 2000 Euro auf 500 Euro. Weitere Infos finden Sie hier.

Bei weiteren Fragen zum Thema Einbruchschutz finden Sie hier eine umfangreiche Übersicht.

Von Franziska Kaindl

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