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"Kleine Spießer"

"Euer Rumgestöhne": Nachbarn liefern sich irren Zettelkrieg

In manchen Treppenhäusern geht es hoch her - aber nicht verbal (Symbolbild).
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In manchen Treppenhäusern geht es hoch her - aber nicht verbal (Symbolbild).

In einem Berliner Wohnhaus ist der Zettel-Wahnsinn ausgebrochen: Anstoß gab eine Nachricht zu lautstarken Nachbarn – doch dann ging es erst richtig los.

In einem Wohnhaus in der Sonnenallee in Neukölln, Berlin scheint die Kommunikation nicht mehr verbal abzulaufen, sondern rein über Zettelaushänge. Anstatt seinem Ärger in einem persönlichen Gespräch Luft zu machen, gibt jeder mit einer Notiz einfach seinen Senf dazu – anonym natürlich.

Traumatisierte Kinder und geklaute Bilder: Anwohner liefern sich Schlagabtausch

Angefangen hat es offensichtlich mit einem Zettel vom 20. Juli 2018, bei dem sich ein Nachbar über das "Rumgestöhne" der anderen Bewohner beschwerte: "Hier wohnen Kinder, man muss die ja nicht mit so einem Fake-Stöhnen traumatisieren", heißt es darauf. Ein Foto der gesamten Zettelwirtschaft wurde auf der Seite von Notes of Berlin geteilt. 

Andere wiederum scheinen damit weniger Probleme zu haben, wie ein Kommentar auf dem Zettel zeigt: "Wer so etwas schreibt, ist ein 'Neider'." Ähnlich sieht es ein dritter Anwohner, der einen eigenen Zettel für die "kleinen Spießer" verfasste, um sich zu dem Thema zu äußern. Demnach gäbe es in Prenzlberg saubere Treppenhäuser, viele Kindern und überhaupt keine Menschen, die sich am Bettsport erfreuen – wohl ein Ansporn für den Adressaten sich nach einer neuen Bleibe umzusehen.

Lesen Sie hier: "An die asoziale Mutter" - Anwohner rechnet mit brüllender Nachbarin ab.

Aber ganz abgesehen davon, scheint es unter den Nachbarn auch genügend Gesprächsstoff zu anderen Themen geben. So beschwert sich ein Bewohner in einem weiteren Aushang vom 27. August 2018 über ein entwendetes Bild: "Bitte stellt das Bild zurück. Das Bild hat niemandem geschadet, wie armselig muss man sein, um solch ein Bild mitzunehmen, es ist keine 1.000.000 Euro wert. Wir sind nicht bei Bares für Rares." Von dieser Nachricht schien sich allerdings niemand angesprochen bzw. angeschrieben zu fühlen, denn es folgte keine Reaktion.

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