Fristlose Kündigung: Vorher Abmahnung nötig

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Sowohl Mieter als auch Vermieter können unter bestimmten Voraussetzungen ein Mietverhältnis fristlos kündigen. Entsprechende Regelungen finden sich im BGB.

Vermieter können fristlos kündigen

- wenn der Mieter seine Pflichten schwer verletzt (zum Beispiel Hausfriedensbruch). Allerdings ist zuvor eine Abmahnung nötig, außer wenn diese offensichtlich nicht erfolgversprechend wäre

- wenn der Mieter die Wohnung unerlaubt jemandem anderen überlässt

- wenn der Mieter seine Miete nicht, nicht vollständig oder unpünktlich zahlt.

Eine Kündigung wegen Mietrückständen ist möglich

- wenn ein Mieter zwei Monate lang die Miete gar nicht oder erhebliche Teile davon nicht zahlt, wobei der Gesamtrückstand eine Monatsmiete übersteigen muss

- wenn sich im Laufe der Zeit Mietrückstände ansammeln, die zwei Monatsmieten erreichen oder überschreiten

- wenn der Mieter die Miete fortdauernd unpünktlich zahlt und dem Vermieter ein Fortsetzen des Mietverhältnisses nicht zumutbar ist, entschied das Oberlandesgericht Karlsruhe (Az.: 17 U 97/02)

Mieter können fristlos kündigen

- wenn der Vermieter seine Pflichten schwer verletzt, etwa den Hausfrieden erheblich stört

- wenn die Wohnung ganz oder teilweise entzogen wird, so dass sie der Mieter nicht vertragsgemäß gebrauchen kann

- wenn die Nutzung der Wohnung mit einer erheblichen Gesundheitsgefährdung verbunden ist.

Quelle: Immowelt.de.

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