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Mit Anleitung zum Selbstbauen

Warum jetzt im Herbst die ideale Zeit ist, ein Hochbeet anzulegen

Wer im Herbst ein Hochbeet in seinen Garten baut, kann im Frühjahr anfangen zu säen
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Wer im Herbst ein Hochbeet in seinen Garten baut, kann im Frühjahr anfangen zu säen

Frühjahr und Sommer sind die arbeitsintensivste Zeit für Gartenbesitzer. Aber auch im Herbst gibt es noch genügend zu tun. Zum Beispiel ist es die ideale Zeit, ein Kompost-Hochbeet anzulegen. Welche Vorteile das für Gartenbesitzer bietet und wie in wenigen Schritten ein Hochbeet gebaut und angelegt werden kann, erläutern wir hier.

Immer häufiger findet man in Hinterhöfen oder Gärten Beetformen, die, anders als herkömmliche Flachbeete, wesentlich zur Ertragssteigerung beitragen können und ein rückenschonendes, bequemeres Arbeiten ermöglichen: Das Hochbeet. Auf kleiner Fläche sind sie ideal geeignet für den Gemüseanbau oder das Anpflanzen von Ziergehölzen.

Eine angenehme Arbeitshöhe ist einer der größten Vorteile eines Hochbeetes. Sowohl beim Bestellen, bei der Unkrautentfernung, bei der Bearbeitung und beim Gießen kann weitestgehend im Stehen gearbeitet werden. Vorausgesetzt, es ist nicht zu niedrig angelegt: Ein ergonomisch geplantes Hochbeet hat in etwa die Höhe des Beckenkamms seines Besitzers (circa 90 bis 100 Zentimeter).

Vor allem in Gebieten mit schlechten Bodeneigenschaften eignen sich Hochbeete gut. Bei vorwiegend sandigen oder stark lehmigen Böden kann mit unterschiedlichen Bodenschichten in einem Hochbeet gut entgegengewirkt werden. Sogar auf dem eigenen Balkon oder einer Dachterrasse wird das Gärtnern so ermöglicht.

Die verschiedenen Bodenschichten schaffen ein günstiges Klima im Bodeninneren. Eine immense Steigerung der Erträge ist so insbesondere beim Gemüseanbau gegeben, zum Teil um das Zwei- bis Dreifache. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird reduziert, da ein Eindringen durch Schädlinge, wie etwa Schnecken, deutlich erschwert wird.

Bei Größe, Form und Gestaltung eines Hochbeetes sind keine Grenzen gesetzt. Es ist jedoch sehr aufwändig, ein einmal installiertes Beet umzustellen. So muss gut geplant werden, wo es aufgestellt wird, ohne dass es die Sicht versperrt oder andere Vorhaben einschränkt. Möglich ist es auch, ein Hochbeet als Abgrenzung zur Straße oder zu Nachbargrundstücken zu nutzen.

Im Gartenfachhandel oder in Baumärkten werden Hochbeete in verschiedene Formen und Materialien angeboten, aber auch eine Eigenkonstruktion ist eine günstige Alternative. Bei einer Breite von 120 bis höchstens 130 Zentimetern ist die Beetmitte von beiden Seiten gut zu erreichen.

Hochbeet selber bauen: Schritt für Schritt

  1. Standortsuche: Je nachdem, was gepflanzt werden soll; viele Gemüsesorten verlangen nach einem sonnigen Platz
  2. Die Grundfläche des geplanten Hochbeetes von Grasnarben, Steinen oder anderen Fremdkörpern befreien und mit einer Schaufel einebnen
  3. Um die Haltbarkeit der Bodenbretter zu verlängern, empfiehlt es sich ein (wasserdurchlässiges) Gartenvlies auf der vorgesehenen Fläche auszubreiten
  4. Zur Orientierung Längs- und Querbretter so auslegen, wie sie später montiert werden sollen
  5. Mit Vorschlaghammer und Schlagholz wird der erste Eckpfeiler in den Boden getrieben. Dann das erste Quer- und Längsbrett anbringen und unten am Pfosten verschrauben. Der zweite Pfosten wird am Querbrett eingeschlagen.
  6. Mit einer Wasserwaage wird nun geprüft, ob die beiden Eckpfeiler lotrecht und waagerecht zueinander stehen.
  7. Mit den übrigen Eckpfeilern und Seitenwänden wiederholen
  8. Mit der Drahtschere wird ein passendes Stück Hasendraht zugeschnitten. Dabei steht der Draht auf jeder Seite etwa zwei Maschen über und wird mit Tacker oder Drahtklammern an den Seitenwänden befestigt. Dies dient dem Schutz vor Eindringlingen, wie beispielsweise Wühlmäusen oder auch Wurzeln.
  9. Sind alle Seitenteile fest, wird es Zeit, die verschiedenen Materialien einzufüllen. Welche Erde die Richtige ist, hängt natürlich von den Pflanzen ab. Sie sollte auf jeden Fall torffrei sein.
  10. Zuunterst sorgen gehäckselte Äste und Zweige für eine gute Belüftung. Darauf kommen Gartenabfälle, Laub, Grasschnitt und Stroh. Nachfolgend wird normale Gartenerde dazugegeben, es folgt reifer Kompost und zum Abschluss eine Schicht hochwertiger Erde.

Legt ihr euer Kompost-Hochbeet bereits im Herbst an, findet der Verrottungsprozess über die Wintermonate statt. So ist die Erde im Frühjahr reich an Nährstoffen und reif für die Aussaat. Es gilt lediglich frische Pflanzenerde nachzufüllen.

Im Frühjahr kann das Hochbeet dann bestückt werden. Auf hochgewachsene Pflanzen sollte verzichtet werden, da sich die Ernte als schwierig gestalten kann. Dafür bieten sich Pflanzen an, die auf einem herkömmlichen Flachbeet nur mäßig wachsen. Dazu zählen verschiedene Ziergehölze wie Rosen, viele Gemüsesorten, Kräuter oder Kohlsorten. Salate wie Rucola und Kopfsalat entwickeln sich gut im Hochbeet. In den ersten beiden Jahren sollten stark zehrende Pflanzen angebaut werden, da das Hochbeet noch über gute Reserven verfügt.

fl

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