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Auf der Mauer, auf der Lauer

Harmlos, aber unerwünscht: Wie Ihr Stinkwanzen loswerdet

Eine grüne Stinkwanze sitzt auf einem Blatt.
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Harmlos sehen sie aus: Stinkwanzen kommen im Herbst ins Haus (Symbolbild).

Ihr geläufigster Name ist nicht sonderlich schmeichelhaft, aber durchaus Programm. Was ist zu tun, wenn in der kalten Jahreszeit Stinkwanzen Schutz in Eurer Wohnung suchen und wie werdet Ihr sie wieder los?

Draußen wird es kälter. Wem kann man da einen Vorwurf machen, wenn er einen Platz zum Überwintern in einer warmen Behausung sucht? So tut es auch die Stinkwanze. Die Baumwanze wird auch als Gemeiner Grünling bezeichnet, aber tatsächlich gemein ist sie nicht.

Vielleicht erschreckt Ihr Euch, sobald die Wanze mit lautem Brummen quer durch Euer Zimmer fliegt. Kein Grund, der Wanze angriffslustig zu begegnen, denn eigentlich ist sie völlig harmlos und stellt keinerlei Gefahr für Eure Gesundheit oder die Eurer Pflanzen dar.

Eine Wanze ist kein Käfer

15 Millimeter lang, auf dem Rücken ein breites Schild, im Frühling und Sommer grün, aber im Herbst verfärben sie sich braun und schützen sich somit immer gut getarnt vor Fressfeinden. In einem normalen Jahr legt das Weibchen im Mai und Juni etwa 450 Eier.

2018 war der Sommer besonders lang und trocken, ideale Voraussetzungen für die Stinkwanze. Damals kam es zu einer regelrechten Plage, da die Weibchen sogar zwei Generationen an Nachwuchs hervorgebracht haben.

Aber keine Sorge: Stinkwanzen in der Wohnung haben nichts mit fehlender Hygiene zu tun. Die Wanzen bekommen bei Temperaturen unter zehn Grad Probleme, so fühlen sie sich von beheizten und hell erleuchteten Wohnungen angezogen. Durch offene Fenster oder Ritzen finden sie einen Weg in euer Zuhause. Oft sitzen sie auch an Außenwänden, auf beheizten Dachterrassen oder überdachten Balkonen und warten auf eine Gelegenheit reinzufliegen.

Stinken als Maßnahme zur Selbstverteidigung

Auch wenn die Stinkwanze harmlos sein mag, werden die wenigsten gesteigerten Wert darauf legen, sich die kommenden Monate mit ihr ein Zuhause zu teilen. Was Ihr jetzt auf keinen Fall tun solltet: Sie kurzentschlossen erschlagen. Denn dann passiert, was der Wanze ihren Namen verleiht. Wird sie zerdrückt oder bekommt sie das Gefühl, sich verteidigen zu müssen, sondert sie mit ihren am Hinterleib liegenden Drüsen ein übelriechendes, lange anhaltendes Sekret ab.

Auch der Griff zum Staubsauger ist keine Lösung, weil sich der Gestank im Beutel breit machen würde. Hat man sie doch eingesaugt, muss der Staubsaugerbeutel schnell entsorgt werden. Der Geruch ihres Sekrets erinnert an sauren Apfelsaft, süßlich und unangenehm. Einmal in der Kleidung und in Stoffen stinkt schnell die ganze Wohnung. Dann hilft nur noch die Waschmaschine.

Also was tun? Es ist eigentlich ganz einfach: Allen Mut zusammennehmen und die kleinen Tierchen freundlich, aber bestimmt einladen, auf einem Blatt Papier Platz zu nehmen, Glas darüber stülpen und zurück nach draußen tragen. Fertig. Da sie sich ein wenig träge bewegen, solange sie nicht fliegen, sollte es auch nicht besonders schwer sein, sie zu erwischen.

Was hilft gegen den Besuch von Stinkwanzen?

  • Fenster, Balkon- oder Terrassentüren geschlossen halten oder mit Fliegengittern versehen; Löcher und Ritzen mit Dichtungsmasse abschließen.
  • Beim abendlichen Lüften das Licht ausgeschaltet lassen. So werden auch andere ungebetene Gäste wie Motten oder Mücken nicht angezogen.
  • Viel Gießen, da Stinkwanzen trockenen Boden bevorzugen. Haltet Ihr Eure Balkon- oder Gartenpflanzen stets gut bewässert, werden sie von den Wanzen gemieden.
  • Offenes Obst lockt die Stinkwanze an, eine Insektenschutzhaube ist empfehlenswert.
  • Wasser, Essig und Spülseife vermischen und die Wanzen besprühen. Das mögen sie nicht und könnte helfen, sie zu vertreiben. Auch andere Gerüche halten die Stinkwanze fern: Ammoniak, Nelken, Wacholder oder ein Sud aus Tabak vergrämen ihr den Aufenthalt.
  • Klebestreifen sind zwar effektiv, bleibt jedoch eine Wanze daran hängen, lässt sie wahrscheinlich ebenfalls ihr Sekret ab

fl

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