Gartenmythen erklärt

Hilft Bier gegen die Schneckenplage?

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Sie kommen selten alleine: Schnecken können den Sommer über zur Plage im Garten werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Fallen Schnecken über Blumen und Gemüsepflanzen her, bleibt von ihren Blättern oft nicht viel übrig. Um das zu verhindern, greifen einige Hobbygärtner zu diversen Mitteln. Auch Bier gehört dazu. Doch kann es die Schädlinge wirklich vertreiben?

Bonn (dpa/tmn) - Wenn es um Schnecken geht, kennen viele Hobbygärtner keine Tierliebe. Die Bierfalle gilt als der Klassiker unter den Tipps gegen gefräßige Schnecken im Garten.

Auch das Überbrühen mit heißem Wasser oder das Durchschneiden mit der Schere sind oft gehörte Ratschläge. Das ist natürlich eine Qual für die Tiere. Und der Nutzen dieser Methoden ist auch umstritten.

Der Biergeruch zum Beispiel kann überhaupt erst viele Schnecken ins Beet locken, erläutert das Bundeszentrum für Ernährung in Bonn. Und nur ein geringer Teil der Schnecken falle in die im Boden vergrabenen Becher mit dem Bier, dafür aber auch andere nützliche Insekten.

Wer bei dieser Bekämpfungsmethode bleiben möchte, sollte also wenigstens darauf achten, dass die Bierbecher nicht ebenerdig im Boden stecken. Das Pflanzenschutzamt Niedersachsen rät zu drei bis vier Zentimetern Überstand.

Wer kochend heißes Wasser über Schnecken gießt, kann auch die Pflanzen, auf denen diese sitzen, schädigen. Daher muss man hier erst aufwendig die einzelnen Tiere aufsammeln. Ähnlich ist das bei der Methode Schere oder Messer. Und das Zerschneiden funktioniere auch nur bei großen Exemplaren, erläutert das Bundeszentrum für Ernährung. Im Boden lebende Nacktschnecken seien zu klein.

In allen Fällen dürfen die Tiere nicht im Beet liegen bleiben: Schnecken sind Aasfresser und verspeisen auch ihre toten Artgenossen. Daher sollte man die Reste in einem separaten Gartenbereich vergraben, erklärt die Bayerische Gartenakademie.

Tipps des Pflanzenschutzamtes Niedersachsen

Tipps der Bayerischen Gartenakademie

Hinweise des Bundeszentrums für Ernährung (ehemals aid)

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