Schädlinge im Gepäck

Keine Pflanzen aus dem Urlaub mitbringen

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Das Feuerbakterium Xylella ist aktuell ein Problem für Olivenbäume im Süden Italiens. Das Bakterium greift auch auf Obstbäume über. Foto: Max Frigione

Durch den weltweiten Reiseverkehr ist schon so mancher Schädling im Gepäck eingereist. Auf grüne Mitbringsel sollten Urlauber deshalb verzichten. Es besteht Gefahr, dass auch heimische Pflanzen befallen werden.

Berlin (dpa/tmn) - Pflanzen, die als Souvenir aus dem Urlaub mitgebracht werden, können gefährlich werden - und zwar dem Grün im eigenen Haus oder Garten. Denn mit ihnen können auch Schädlinge und Krankheiten einreisen, erläutert Gärtnermeister René Essel, Mitglied im Bund deutscher Baumschulen.

Er verweist auf gesetzliche Ein- und Ausfuhrbestimmungen, über die man sich im Vorfeld informieren sollte.

Ein Beispiel ist das Feuerbakterium Xylella, das aktuell ein Problem für Olivenbäume im Süden Italiens ist. Die ersten Symptome - Vergilbungen und welke Triebe - sind harmlos und deuten nicht direkt auf den Krankheitserreger hin.

Allerdings ist dieser tückisch: Das Bakterium greift auch auf Obstbäume wie Pflaumen, Kirschen und Birnen über. Bekämpft wird es mit dem Abholzen der befallenen Bäume und großräumiger Quarantäne.

Oftmals hat das grüne Reisesouvenir auch gar keine gute Überlebenschance im heimischen Umfeld: Es kommt nicht mit den neuen Standort- und Bodenverhältnissen sowie der Witterung klar. Das betrifft gerade Pflanzen aus dem Süden im deutschen Winter.

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